Durch die Corona-Pandemie erlebte das Homeoffice einen nie zuvor dagewesenen Boom. Die New Work-Bewegung sah sich schon uneinholbar an der Spitze. Doch seit einiger Zeit holen viele Firmenlenker ihre Angestellten wieder zurück ins Büro, darunter namhafte Player wie Amazon oder Disney. In Deutschland gilt bei der Deutschen Telekom, der Deutschen Bank oder bei SAP die Regelung, wonach die Büroarbeiter mindestens drei Tage die Woche im Unternehmen arbeiten müssen, wie die Karriereplattform XING schreibt.
Mangelnder Austausch im Homeoffice?
Die Büropflicht wird oft mit dem Erhalt der Unternehmenskultur und dem Zusammengehörigkeitsgefühl begründet, der Austausch würde im Homeoffice leiden und die Teams können so angeblich nicht kreativ und produktiv arbeiten. Doch es gibt auch wirtschaftliche Motive, darunter bessere Kontrollmöglichkeiten. Viele Chefs misstrauen ihren Angestellten. Sie glauben, diese würden sich zu Hause nicht tatsächlich in den Dienst des Arbeitgebers stellen und „rumtrödeln“. Auch eine höhere Nutzung von Unternehmensimmobilien und indirekter Personalabbau werden als Gründe für die Büropflicht genannt.
Unterschiedliche Studien liefern teils widersprüchliche Ergebnisse zur Produktivität in hybriden und klassischen Arbeitsmodellen. Dies liegt laut dem Experten Stefan Scheller vom Fachblog PERSOBLOGGER.DE unter anderem daran, dass die Messung von Performance von vielen Faktoren abhänge und oft schwer vergleichbar sei. Der Future Work Report 2025 von XING zeige, dass 48 % der Befragten flexible hybride Modelle als zukünftigen Standard sehen. 27 % würden sogar von einer weitgehenden Verlagerung zur Remote-Arbeit ausgehen, während 20 % weiterhin auf eine Rückkehr ins Büro setzen.
Gute Aussichten für hybride Arbeit
Trotz der positiven Zukunftserwartungen für hybride Arbeit gebe es Herausforderungen. Viele kleine Unternehmen würden nicht über die notwendigen räumlichen und technischen Voraussetzungen verfügen, um hybride Arbeit effektiv zu gestalten. Die Umgestaltung von Büroräumen in multifunktionale Arbeitsumgebungen sei kostspielig, und in wirtschaftlich unsicheren Zeiten fehle häufig die Bereitschaft, diese Investitionen zu tätigen.
Ein weiterer Trend im Zusammenhang mit hybrider Arbeit sei die verstärkte Nutzung von digitalen Überwachungs- und Tracking-Tools, heißt es weiter in dem Beitrag. Während diese Transparenz und Effizienz steigern könnten, bleibe ihre Akzeptanz fraglich. Die Dokumentation von Arbeitszeiten wird zunehmend gesetzlich reguliert, was zu verstärkter Überwachung führen könnte – ein Szenario, das viele Arbeitnehmende skeptisch sehen dürften. Gleichzeitig verschiebe sich der Arbeitsmarkt in bestimmten Branchen wieder zugunsten der Arbeitgeber, was die Wechselbereitschaft von Beschäftigten verringert.
Individuell angepasste Lösungen
Das Fazit im Blogartikel des PERSOBLOGGER.DE zur hybriden Arbeit zeigt, dass diese weiterhin eine Balance zwischen Performance, Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmensinteressen bieten kann. Entscheidend sei jedoch, dass Organisationen individuell angepasste Lösungen entwickeln, die sowohl wirtschaftlichen als auch kulturellen Anforderungen gerecht werden. Unternehmen, die unabhängig von externen Marktzwängen strategische Überlegungen zur optimalen Arbeitsgestaltung anstellen, würden langfristig erfolgreicher sein. Die Rolle von HR-Verantwortlichen sei es, diesen Prozess aktiv zu begleiten und einen sinnvollen Beitrag zur strategischen Entwicklung der Arbeitsmodelle zu leisten.
Wolfgang Huber/ChatGPT
Zum Ausgangsartikel mit Zahlen und Studienergebnissen:
Sind hybride Arbeit und Homeoffice am Ende? Aktuelle Einblicke
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