Der Brillenpinguin, Afrikas einzige heimische Pinguinart, steht kurz vor dem Aussterben. Jahrzehntelanger Lebensraumverlust und Nahrungsmangel haben die Population dramatisch schrumpfen lassen. Zwischen 1956 und 2023 sind 97 Prozent der Bestände verschwunden. Tierschutzorganisationen wie BirdLife South Africa und SANCCOB sahen sich daher gezwungen, das südafrikanische Ministerium für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt zu verklagen, um wirksame Schutzmaßnahmen zu erzwingen, wie National Geographic berichtet. Die NGOs kritisierten, dass die Regierung trotz ihrer gesetzlichen Verpflichtungen nicht genug unternommen habe, um die Art zu retten.
Sechs verbliebene Brutkolonien
Noch bevor der Fall vor Gericht verhandelt worden sei, kam es am 17. März zu einer Einigung: Das Ministerium verpflichtete sich, umfassende Schutzzonen um sechs verbliebene Brutkolonien des Brillenpinguins einzurichten. In diesen Gebieten dürfe die Fischerei keine Anchovis und Sardinen mehr fangen – die Hauptnahrung der Pinguine. Die Umsetzung müsse innerhalb von zwei Wochen erfolgen, und auch die Genehmigungsbedingungen für Fischereibetriebe müsse angepasst werden. Einen Tag nach der Einigung bestätigte das Gericht den Vergleich, womit er rechtskräftig wurde.
Der Kampf für den Schutz des Brillenpinguins sei nicht ohne Kompromisse verlaufen, so der Bericht. Die Schutzmaßnahmen würden zunächst nur für zehn Jahre gelten, obwohl Wissenschaftler eine dauerhafte Lösung forderten. Nach sechs Jahren werde überprüft, ob die Maßnahmen weitergeführt oder gelockert werden. Zudem seien einige Sperrzonen kleiner als ursprünglich geplant. Dennoch sehen die beteiligten Organisationen demnach die Einigung als Meilenstein. Alistair McInnes von BirdLife South Africa betonte gegenüber National Geographic, dass die Sperrzonen nicht nur den Brillenpinguinen, sondern auch anderen Meeresraubtieren wie Kap-Tölpeln und Kap-Kormoranen zugutekommen würden.
Entscheidender Schritt
Der Brillenpinguin zählt seit Herbst 2024 offiziell zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Sein dramatischer Bestandsrückgang zeigt, wie dringend Schutzmaßnahmen notwendig seien. Die NGOs würden regelmäßig verletzte oder mit Öl verschmierte Tiere retten, doch ohne ausreichend Nahrung im Meer sei ihr Überleben weiterhin gefährdet. Die nun beschlossenen Schutzzonen seien daher ein entscheidender Schritt im Kampf um den Erhalt dieser einzigartigen Art. Die Hoffnung bleibe, dass sie in den kommenden Jahren eine Erholung der Population ermöglichen und langfristig bestehen bleiben.
wh/ChatGPT
Zum Ausgangsartikel:
National Geographic: Historische Entscheidung für Afrikas letzte Pinguine
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