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Überlebensrate von über 80 Prozent durch neue Behandlungsmethoden bei Lungenkrebs

Risikofaktor Rauchen
© pixabay
Lungenkrebs ist die tödlichste Krebsart, doch moderne Therapieansätze verbessern die Überlebenschancen deutlich. Am Uniklinikum Magdeburg werden innovative Behandlungen wie die Immunchemotherapie erfolgreich eingesetzt. Die Überlebensrate bei Lungenkrebs liegt inzwischen bei rund 80 Prozent. Und Zufallsdiagnosen, die Leben retten, zeigen, die Wichtigkeit der Früherkennung. Experten raten: Risikopatienten sollten neue Screening-Programme unbedingt nutzen.

Die zweithäufigste Krebsart ist auch die mit Abstand tödlichste. Die Rede ist von Lungenkrebs. Doch dank neuer Behandlungsmethoden steigen jedoch die Überlebenschancen deutlich. Am Universitätsklinikum Magdeburg wurde ein Lungenzentrum gegründet, in dem modernste Therapieansätze angewendet werden. Eine Patientin, Roswitha Albrecht, erfuhr ihre Diagnose zufällig nach einem Verkehrsunfall, wie tagesschau.de berichtet. Trotz der erschreckenden Nachricht habe ihr Krebs durch eine Kombination aus Chemotherapie und Operation erfolgreich behandelt werden können.

Vielversprechende Behandlungsmethoden

Noch vor wenigen Jahren lag die Überlebensrate bei Lungenkrebs bei lediglich 20 Prozent. Mittlerweile gibt es jedoch neue, vielversprechende Behandlungsmethoden, die entweder eine Heilung oder ein langes Leben mit der Erkrankung ermöglichen. Prof. Jens Schreiber erklärt gegenüber tagesschau.de, dass Fortschritte in der Forschung es erlauben würden, die molekularen Mechanismen des Tumorwachstums besser zu verstehen und gezielt anzugreifen. Die Kombination aus Immun- und Chemotherapie spiele hierbei eine entscheidende Rolle.

Ein Beispiel für die Wirksamkeit moderner Therapien sei eine Patientin, deren Computertomografieaufnahmen einen massiven Tumor zeigten. Nach drei Zyklen einer Immunchemotherapie habe der Tumor fast vollständig entfernt werden können. Die Patientin sei bis heute krebsfrei. Die Immuntherapie unterstütze das körpereigene Abwehrsystem, indem sie die Tarnmechanismen von Krebszellen aufhebe und diese für das Immunsystem sichtbar mache. Prof. Thorsten Walles beschreibt das Verfahren demnach anschaulich: „Wir reißen der Krebszelle die Tarnkappe herunter.“

Mehr Lungenkrebspatienten

Die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen am Magdeburger Lungenzentrum habe die Behandlungsergebnisse erheblich verbessert. Internisten, Radiologen, Nuklearmediziner und Chirurgen arbeiten interdisziplinär zusammen, um Patienten die bestmögliche Therapie zu bieten. In den letzten Jahren sei die Zahl der behandelten Lungenkrebspatienten deutlich gestiegen. Während vor acht Jahren noch 140 Lungenkrebsoperationen pro Jahr durchgeführt worden seien, waren es 2023 bereits 500. Die Zentralisierung der Behandlungen zeige positive Effekte: Kliniken, die mehr als 40 Lungenkrebsoperationen pro Jahr durchführen, hätten signifikant niedrigere Komplikations- und Sterblichkeitsraten.

Auch im Operationssaal hätten moderne Verfahren Einzug gehalten. Die sogenannte Schlüssellochchirurgie werde mittlerweile in mehr als der Hälfte aller Kliniken eingesetzt. Dieses minimalinvasive Verfahren vermeidee große Schnitte und ermöglicht eine schnellere Genesung. Allerdings erschwere die Immun- und Chemotherapie oft die Operation, da sie das Gewebe verändert und Eingriffe anspruchsvoller mache.

Kein unausweichliches Todesurteil

Für Roswitha Albrecht war ihr Unfall dem Bericht zufolge ein Glücksfall, da er zur frühen Entdeckung ihres Lungenkrebses geführt habe. In vielen Fällen bleibe diese Krebsart jedoch lange unentdeckt, da Symptome erst in späten Stadien auftreten würde. Bei der Erstdiagnose hätten nur 30 Prozent der Patienten einen lokal begrenzten Tumor, während 40 Prozent bereits Metastasen aufweisen würden. Früherkennungsprogramme für Lungenkrebs seien daher in Planung. Prof. Jens Schreiber ruft bei tagesschau.de dazu auf, diese Programme zu nutzen, insbesondere für Menschen mit erhöhtem Risiko. Die Fortschritte in der Forschung und Medizin geben Anlass zur Hoffnung: Lungenkrebs ist kein unausweichliches Todesurteil mehr, sondern zunehmend behandelbar.

red/ChatGPT

Zum Ausgangsartikel:

Lungenzentrum in Magdeburg: Überlebenschancen bei Lungenkrebs gestiegen (tagesschau.de)

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