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GmbH gegründet, Leitung steht: Die Planung der Landesgartenschau 2032 nimmt Fahrt auf

Landesgartenschau GmbH-Grüdnung
© Siefke
Die Landesgartenschau Offenburg GmbH 2032 ist offiziell gegründet: Oberbürgermeister Marco Steffens und Robert Hoffner unterzeichneten den Gesellschaftsvertrag. Zur Geschäftsführerin wurde Jutta Herrmann-Burkart berufen, die bereits das Projektbüro leitet. Mit der neuen Gesellschaft nimmt die Planung der Gartenschau weiter Fahrt auf. „Ein entscheidender Schritt für Offenburg“, betont OB Steffens. Die Konstituierende Sitzung ist am 12. Mai. Der Ideen- und Realisierungswettbewerb lief bereits im Oktober 2024.

Der Gesellschaftsvertrag der Landesgartenschau Offenburg GmbH 2032 ist unterzeichnet und beurkundet: OB Marco Steffens und Robert Hoffner von der Fördergesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH setzten am Dienstag ihre Unterschrift unter das von Notar Reinhard Körner verfasste Dokument, wie die Stadt Offenburg mitteilt.

Konstituierende Sitzung am 12. Mai

Zudem wurde Jutta Herrmann-Burkart zur Geschäftsführerin der Gesellschaft bestellt. Die Landschaftsarchitektin, die seit einem Jahr das Projektbüro Landesgartenschau leitet, vertritt die Gesellschaft. Weitere Organe der Gesellschaft sind der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung. Der Aufsichtsrat hat 15 stimmberechtigte Mitglieder, zu denen neben dem Oberbürgermeister und den beiden Dezernenten neun Stadträte und Stadträtinnen gehören.

Die Fördergesellschaft entsende drei stimmberechtigte Mitglieder. Außerdem benenne das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg eine ständige Vertretung, die an den Sitzungen des Gremiums beratend teilnimmt. Die Gesellschafterversammlung beschließe insbesondere über Verträge und finanzielle Angelegenheiten. Mit der Unterzeichnung sei die Landesgartenschau Offenburg GmbH 2032 offiziell gegründet, wie es der Gemeinderat der Stadt am 18. November 2024 beschlossen habe. Die konstituierende Sitzung der Gesellschaft ist für den 12. Mai vorgesehen.

„Großartige Chance“ für Offenburg

„Das ist heute ein wichtiger, ein entscheidender Schritt“, sagte OB Steffens der Pressemitteilujng zufolge beim Notartermin. Notar Körner sprach von einem „großen Mosaikstein für die Stadt Offenburg“. Jetzt bleiben sieben Jahre Zeit, um die Landesgartenschau 2032 vorzubereiten. Die Stadt sehe darin die großartige Chance, die Grünflächen und Freiräume an der Kinzig nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten und besser an die Innenstadt anzubinden. Es gehe darüber hinaus um einen sozialen Aspekt, denn im öffentlichen Freiraum seien alle Bürger gleich.

Den Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Landesgartenschau 2032 hatte Die „RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten“ mit Hauptsitz in Bonn im Oktober gewonnen (wir berichteten). Konkret ging es um die Gestaltung der Daueranlagen, die während der LGS den Rahmen für die Ausstellungen bilden und danach als Erholungsraum für die Offenburgerinnen und Offenburger bestehen bleiben sollen.

Anbindung des Sportpark Süd

In einem naturnahen Bereich mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten soll die Kinzig in den Stadtraum integriert, der Hochschul-Campus nach Norden geöffnet und der geplante Sportpark Süd gut angebunden werden. Mehrere Fußgänger und Fahrrad-Brücken sollen diesen mit dem Kinzig-Ufer verbinden. Auf der Räderbachinsel zwischen Mühlbach und Räderbach entstehen in Synergie mit dem Stadtteil Stegermatt neue, attraktive Orte für Vereinsleben, Kultur und Miteinander. Mit einer neuen Veranstaltungshalle, interkulturellen Kleingärten, einem neu gestalteten Platz am Pfadfinderheim und einem Steg an der südlichen Inselspitze werden die Insel und das Wasser erlebbar.

Auch für den Offenburger Fußballverein (OFV) wird es Veränderungen geben. Denn dem Traditionsclub steht während der Bauphase möglicherweise ein Jahr ohne eigene Spielstätte bevor (wir berichteten). So begann Baubürgermeister Oliver Martini eine Pressekonferenz Mitte März mit dem Hinweis auf „größten Zeitdruck an den Sportflächen“ des OFV, da die aktuellen Flächen für die Landesgartenschau benötigt würden.

Foto: Robert Helmar Hoffner, Notar Reinhard Körner und OB Marco Steffens (v.l. vorne) und Bernd Hopp, Jutta Herrmann-Burkart sowie Gerhard Hugenschmidt (v.l., hinten).

red/wh

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