Von Christian Huber
Der Haupt- und Bauausschuss der Stadt Offenburg entscheidet am kommenden Montag über die Verlegung des Karl-Heitz-Stadions und den Bau des neues Sportparks Süd. Vom Frühjahr 2025 an bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer 2028 sollen südöstlich des Geländes des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) nahe der Gemarkungsgrenze zu Ortenberg neben dem neuen Stadion zwei Trainingsplätze, ein Bolzplatz und weitläufige Freizeitanlagen entstehen. Die Stadt geht derzeit von rund 40 Millionen Euro Kosten aus. Zu den geplanten Kosten für den Sportpark Süd können laut der Stadt Offenburg mögliche Baukostensteigerungen hinzukommen.
Baldiger Baubeginn
Für den Offenburger Fußballverein (OFV) steht während der Bauphase möglicherweise ein Jahr ohne eigene Spielstätte bevor, denn die geplante Landesgartenschau der Stadt Offenburg wirft ihre Schatten voraus. So begann Baubürgermeister Oliver Martini die Pressekonferenz am Montag mit dem Hinweis auf „größten Zeitdruck an den Sportflächen“ des OFV, da die aktuellen Flächen für die Landesgartenschau benötigt würden.
Bei der Pressekonferenz wurde die Entwurfsplanung für den neuen Sportpark vorgestellt, der südlich des Geländes vom CJD und Südring errichtet werden soll. Am 24. März wird der Haupt- und Bauausschuss der Stadt darüber beraten und soll dem Gemeinderat die Empfehlung für die vorliegende Entwurfsplanung einschließlich des Baubeschlusses vorschlagen. Nach erfolgtem Beschluss ist der Baubeginn bereits für die kommenden Monate mit vorbereitenden Maßnahmen geplant.
Stadion für knapp 5.000 Zuschauer
Der südlich des CJD gelegene Sportplatz bleibt erhalten. Das neue, rund zehn Hektar große Gelände in dessen Nachbarschaft wird ein neues Stadion mit 500 Sitzplätzen auf den Tribünen und insgesamt 4999 Plätzen beherbergen. Südlich des Stadions ist ein Kunstrasenplatz geplant, dessen
Größe Platz für zwei Kleinfelder bietet. Neben einem weiteren Rasenspielfeld soll auch ein Bolzplatz für die Freizeitnutzung errichtet werden. Umrandet werden soll das Gelände mit weitläufigen Weganlagen, im Rahmen derer verschiedene Freizeit- und Sportanlagen – unter anderem ein Callisthenicsbereich – errichtet werden sollen.
„Was es am alten Standort gibt, bauen wir wieder neu und modern“, fasst Baubürgermeister Hans-Peter Kopp das Vorhaben knapp zusammen und verweist dabei auch darauf, dass alle Sportplätze mit Flutlicht ausgestattet sein werden. „Die neue Fußballanlage bringt neue Entwicklungschancen“, so Michael Brand, Vorstand Verwaltung des OFV. Natürlich gäbe es Trauer um das alte Stadion, er sähe jedoch die Zukunftsmöglichkeiten für Verein und Stadt.
Drei Jahre Bauzeit und rund 40 Millionen Euro
Abgeschlossen werden soll das Projekt laut Zeitplan im Sommer 2028. Die Mittel sind im laufenden Doppelhaushalt eingeplant. Kostensteigerungen – derzeit gehe man von zehn bis fünfzehn Prozent aus – werde man, so Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp auf Nachfrage, zusätzlich im kommenden Haushalt aufnehmen. Fördermittel seien ebenfalls umfangreich beantragt worden, so Kopp weiter. Sichere Zusagen habe man bereits über rund 800.000 Euro, weitere rund drei Millionen Euro seien noch offen.
„Sie sehen mich zufrieden mit der Finanzierung“, äußert Hans-Peter Kopp und ergänzt, dass die sicheren Zuschüsse am unteren Rand kalkuliert worden seien und sich voraussichtlich noch deutlich erhöhen würden. Die Zeitplanung sieht vor, 2025 vorbereitende Maßnahmen wie den Artenschutz, die Verlegung der bestehenden Verbindungsstraße sowie die Verlegung der im Baufeld liegenden Kleingartenanlage durchzuführen. Im Frühjahr 2026 soll dann mit dem Bau der Sportstätten begonnen werden. Mit deren Fertigstellung wird für den Sommer 2028 gerechnet.
Mögliche Vakanz für den OFV
Durch den notwendigen Baubeginn der Maßnahmen für die Landesgartenschau Ende 2027 müsse der OFV jedoch möglicherweise vorzeitig vor Eröffnung des neuen Geländes seinen Standort räumen, so Oliver Martini. Es sei aktuell noch unklar, ob die Stadt für den Verein ein Übergangsjahr konzipieren müsse. Man gehe jedoch davon aus, dass diese Vakanz eintreten könne, so der Bürgermeister. Michael Brand bemerkte hierzu mit verhaltener Zuversicht, dass es bereits Gespräche für Kooperationen mit anderen Vereinen gebe. Der OFV schaue jedoch mit Stolz auf das neue Stadion und sehe es als Chance.
Foto: (v.l.n.r.) Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp, Michael Brand (Vorstand OFV) und Oliver Martini (Bürgermeister)
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