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MYVELO Pro Cycling 2025: Mit Teamgeist und starken Ergebnissen Richtung Aufstieg

Myvelo Pro Cycling Team
© MYVELO Pro Cycling
Das Oberkircher MYVELO Pro Cycling Team startete mit großen Ambitionen in die Saison 2025. Bereits die ersten Rennen zeigen: Das Trainingslager auf Teneriffa hat sich ausgezahlt. Mit Podiumsplätzen und starken Auftritten bei hochkarätigen UCI 1.1-Rennen setzte das Team erste Ausrufezeichen. MYVELO fährt mit der Weltelite mit und der neue Partner GCN sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit. Spätestens, wenn der erste Saisonsieg gelingt, werden auch weitere potenzielle Sponsoren hellhörig. Dann könnte das Ziel Tour de France näher rücken.

Von Wolfgang Huber

Bei der Teampräsentation Anfang März in der Mediathek gab es einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Radsportfans in der Saison 2025 vom Oberkirch MYVELO Pro Cycling Team erwarten können. Neben vielen hochkarätigen Neuzugängen, einigen davon aus der Schweiz, konnte mit GCN ein neuer Partner vorgestellt werden und der Rennkalender, hieß es, sei wieder ein „Wahnsinns“ guter und auch stark verbessert.

Das erste Jahr sei gar nicht so schlecht verlaufen und in dieser Saison wolle man noch eine Schippe drauf legen, verkündeten die Teamchefs Fabian Huber und Vincent Augustin an jenem Freitag Abend. Doch wohin würde der Weg führen? „Der Weg ist das Ziel an erster Stelle. Wir sind in der dritthöchsten Liga und das ist wirklich brutaler Radsport. Top-Rennen sind also wichtig, um sich als drittklassiges Profiteam schon früh in der Saison in Szene zu setzen.“

Trainingslager zahlt sich aus

Als Team mit Ambitionen müsse das langfristige Ziel sein, noch eine Liga aufzusteigen – ab da werden nämlich schon die Wild Cards für die Tour de France verteilt. 2024 sei aufregend gewesen, wie es so sei, wenn man etwas Neues macht. Man habe eine extreme Lernkurve.

Und tatsächlich: das Trainingslager auf Teneriffa scheint sich für das Team bereits auszuzahlen. Zumindest lässt sich das nach dem UCI 1.1-Rennen Grand Prix Criquielion in Belgien, dem GP Ticino 2025 in der Schweiz und dem GP Slovenian Istria 2025 in deutlichen Konturen erkennen. Auf Teneriffa fuhr das MYVELO -Team einmal um die komplette Insel. Zehn Stunde habe dies gedauert. Die Ergebnisse der ersten drei Saisonstarts lassen jedenfalls etwas aufhorchen.

Erster Podestplatz der Saison

Beim GP Ticino 2025 in der Schweiz am vorletzten Sonntag sicherte sich Andrin Züger die Silbermedaille, während Nils Brun mit einem starken vierten Platz überzeugte. Es war das erste Podium für MYVELO in dieser Saison. Nils Brun fuhr drei Jahre bei Tudor in der World Tour. „Der braucht von mir taktisch keine Schulung“, sagte Road Captain Timon Loderer aus Oberbayern beim Pressetermin vor vier Wochen. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigte sich somit bereits.

Nils Brun zählt zu den Puncheuren. Er ist einst mit dem ehemaligen Radweltstar Fabian Cancellara im Team gefahren, von dem er einiges lernen konnte. Auch die Handynummer von ihm soll er noch haben und mit ihm in Kontakt stehen. Das MYVELO -Team zeigte jedenfalls erneut eine beeindruckende Mannschaftsleistung, wie die Marketing-Managerin Helena Burgardt es beschreibt.

Teamgeist und Kampfgeist gezeigt

Das Rennen in Ticino sei von Taktik und Tempowechseln geprägt gewesen: Miron Lipp, Meo Amann und Christoph Janssen kontrollierten demnach das Feld, während Jan Sommer einen Soloangriff wagte. Doch die Konkurrenz habe reagierte, das Tempo forciert und Sommer nach 50 Kilometern gestellt. Neue Attacken hätten für Spannung bis zum Schluss gesorgt. Andrin Züger kämpfte bis zuletzt um den Sieg, musste sich aber im Sprint geschlagen geben, so Burgardt. Nils Brun wurde starker Vierter. Die MYVELO -Mannschaft habe mit Teamgeist und Kampfgeist beeindruckt.

Schon eine Woche zuvor beim Saisonauftakt mit dem stark besetzten und selektiven UCI 1.1-Rennen Grand Prix Criquielion in Belgien, legte Nils Brun einen starken Auftritt hin, als er zusammen mit dem Teamkollegen Jan Sommer bis zum Schluss im ersten Peloton um die vorderen Platzierungen kämpfte. Trotz zahlreicher WorldTour-Teams im Starterfeld wohlbemerkt. Das Ergebnis gab schon Anlass zur Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison, oder zumindest, wie es Fabian Huber seinerzeit in der Mediathek ausdrückte: „Ab Kategorie 1.1. kreiselt der Helikopter beim Radrennen – da beginnt der ganz große Radsport und die Gänsehaut.“

Offensive Taktik bevorzugt

Eine Woche später beim GP Slovenian Istria 2025 konnte sich die MYVELO -Truppe ebenfalls gut präsentieren und gute Platzierungen herausfahren. Dort zeigte sich das Rennen durch den herausfordernden Brandi-Anstieg und das hohe Tempo des Beat Teams besonders selektiv. Nach vier großen Runden sei das Feld auf 50 Fahrer dezimiert worden. MYVELO verpasste die entscheidende 10-Mann-Fluchtgruppe, entschied sich jedoch für eine offensive Taktik.

Nils Brun konnte sich absetzen, verpasste knapp den Anschluss an die Spitze und belegte einen starken 12. Platz. Michiel Coppens vom Beat Cycling Club gewann das Rennen. Istria 2025 war laut der Social Media-Managerin Isatou Schulz von MYVELO erneut ein beeindruckender Auftritt der physisch und psychisch starken Mannschaft, die bereits jetzt durch ihren außergewöhnlichen Teamspirit und sichtbaren Zusammenhalt von sich reden mache.

Zusätzliche Aufmerksamkeit

Wenn sich der Trend bestätigt und MYVELO weiter an der Spitze dran bleibt, scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Saisonsieg gelingt. Dies ließe dann auch weitere potenzielle Sponsoren aufhorchen, die für einen Aufstieg benötigt werden. Mit GCN als neuem Social Media-Partner hat MYVELO bezüglich seiner medialen Wahrnehmung eine strategische Komponente hinzu geholt, vor allem mit YouTube-Inhalten. Die bisherigen Sponsoren dürfte dies erfreuen. Und sich ständig neben oder mit der Weltelite zu messen, bringt auf Dauer enorme Aufmerksamkeit. Oder um es mit den Worten von Fabian Huber zu sagen: „Es gibt die Möglichkeit, groß zu träumen. Wenn wir den ein oder anderen Sponsor noch dazu bekommen umso besser.“

Siehe auch hier:

MYVELO Pro Cycling-Teampräsentation: „Ab Kategorie 1.1 kreiselt der Helikopter“

Oberkircher Profi-Radrennstall startet 2025 mit der MYVELO Cycling Academy

MYVELO Pro Cycling-Team: Der steile Weg nach oben

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