Die CDU/CSU-Fraktion hinterfragt die staatliche Förderung gemeinnütziger NGOs und fordert deren politische Neutralität. In einer umfangreichen Anfrage im Deutschen Bundestag mit 551 Fragen thematisiert sie unter anderem den Verein „Omas gegen Rechts“. Gleichzeitig erscheint im Offenburger Tageblatt laut dem Leser Ralph Fröhlich ein Kommentar, der NGOs als „staatlich finanzierte Destabilisierer“ diffamiere, jedoch CDU-nahe Stiftungen und deren Einfluss ignoriere.
„Offenlegung von Parteispenden“
Kritiker wie Ralph Fröhlich und seine Konferenz für Urban Transformation Design (KFUTD) werfen der CDU Doppelmoral vor, da sie enge Verbindungen zu Lobbyisten und Großspendern unterhalte. Sie fordern, dass Transparenz auch für die CDU selbst gelten müsse, inklusive der Offenlegung von Parteispenden, Lobbykontakten und wirtschaftlichen Verflechtungen – sowohl auf Bundes- als auch auf kommunaler Ebene.
Leserbrief von Ralph Fröhlich
Der Kommentar aus der Welt, der heute im Offenburger Tageblatt abgedruckt wurde, beschreibt NGOs, die sich für Umwelt, Menschenrechte und Demokratie einsetzen, als „staatlich finanzierte Destabilisierer“ und „Agenten einer linksgrünen Ideologie“. Dabei werden Organisationen wie Greenpeace, Foodwatch oder die Deutsche Umwelthilfe mit dunklen Verschwörungstheorien verknüpft – aber kein einziger Beleg für diese Behauptungen geliefert.
Gleichzeitig wird ignoriert, dass CDU-nahe Organisationen wie die Konrad-Adenauer-Stiftung jährlich über 170 Millionen Euro aus Steuergeldern erhalten – ohne, dass sich die Autoren des Artikels daran stören. Offenbar ist politische Einflussnahme durch parteinahe Stiftungen akzeptabel, solange sie in die „richtige“ Richtung geht.
Die CDU, eine Partei ohne wirtschaftliche Verflechtungen? Lächerlich!
Während hier die Finanzierung von NGOs skandalisiert wird, schweigt der Artikel auffällig über die engen Verbindungen der CDU zu Lobbyisten und Großspendern. Ein paar Beispiele:
Wenn die CDU Transparenz will, dann für alle!
Wer Transparenz fordert, muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb fordere ich die CDU-Fraktion auf:
Fazit
Der Artikel im Offenburger Tageblatt ist keine kritische Analyse, sondern eine politische Kampfschrift, die demokratische Organisationen diskreditiert, um die eigene Macht zu sichern. Eine freie Zivilgesellschaft als „Feind“ darzustellen, während man selbst tief in den Taschen von Wirtschaft und Lobby steckt, ist schlicht heuchlerisch.
Ich fordere Sie (Offenburger Tageblatt) als Redaktion auf, nicht nur diese einseitige Hetze abzudrucken, sondern auch eine kritische Auseinandersetzung mit der Finanzierung und Einflussnahme der CDU zu ermöglichen. Oder gilt Transparenz nur für diejenigen, die sich gegen Machtmissbrauch engagieren?
Unsere Forderungen an die CDU Offenburg – Transparenz für alle!
Wenn die CDU im Bundestag Transparenz von NGOs fordert, dann sollte sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen – auch auf kommunaler Ebene. Wir wollen wissen: Wer nimmt in Offenburg Einfluss auf politische Entscheidungen? Wer finanziert die CDU hier vor Ort?
Deshalb stellen wir der CDU-Fraktion in Offenburg folgende Fragen und erwarten eine ehrliche Antwort:
Unsere Erwartung
Wir fordern die CDU-Fraktion in Offenburg auf, zu diesen Fragen öffentlich Stellung zu beziehen. Wenn sie von anderen Transparenz verlangt, sollte sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Politik in Offenburg muss für alle nachvollziehbar sein – nicht nur für die, die die richtigen Kontakte haben!
Link: Man wird ja wohl mal fragen dürfen? (Artikel im Verfassungsblog von Prof. Dr. Sophie Schönberger)
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