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Tourismusboom in Grenznähe: Kehl stellt Übernachtungsrekord auf

Yachthafen Kehl
© Stadt Kehl
Mit fast 300.000 Übernachtungen stellt die Stadt am Rhein erneut einen Rekord bei der Zahl der Übernachtungen auf und bleibt Spitzenreiterin unter den großen Kreisstädten der Ortenau. Besonders beliebt ist Kehl dank seiner perfekten Mischung aus urbanem Flair und Natur sowie der Nähe zu Straßburg. Auch der Fahrradtourismus und Kurzreisen gewinnen an Bedeutung. Es ist ein regelrechter Boom beim Tourismus in der Stadt am Rhein: Im Jahr 2023 lag die Zahl mit 268.556 noch deutlich darunter. Offenburg folgt mit einigem Abstand.

Kehl bleibt ein gefragtes Reiseziel: Mit 296 614 Übernachtungen übertrifft die Stadt erneut ihren eigenen Bestwert aus dem Vorjahr deutlich, als diese Zahl bei 268.556 lag. Damit behauptet sich Kehl als Spitzenreiterin unter den großen Kreisstädten im Ortenaukreis. Offenburg folgt mit 217 218 Übernachtungen (2023: 207.443) auf Platz zwei, wie die Stadt Kehl auf ihrer Website schreibt. Die meisten Gäste in der Region zieh jedoch weiterhin Rust an, wo dank des Europaparks 1.601.486 Übernachtungen gezählt worden seien.

Ausgangspunkt für Stadtbummel

Die tatsächliche Anzahl der Übernachtungen in Kehl liege sogar noch höher. Denn in der offiziellen Statistik würden Aufenthalte in kleinen Unterkünften mit weniger als zehn Betten, private Übernachtungsmöglichkeiten wie AirBNB-Zimmer oder Ferienwohnungen sowie Nächtigungen auf dem Wohnmobilstellplatz oder von Gastliegern im Yachthafen nicht erfasst. Auch die zahlreichen Kreuzfahrttouristen, die Kehl als Ausgangspunkt für Stadtbummel oder Ausflüge nutzen, würden nicht in die Statistik einfließen. Laut Antje Lenz, Bereichsleiterin Tourismus bei Kehl Marketing, profitieren von diesen Gästen nicht nur der Einzelhandel, sondern auch regionale Dienstleister wie Busunternehmen und Gästeführer, die speziell auf Kreuzfahrttouristen zugeschnittene Ausflüge und kulinarische Touren anbieten.

Nähe zu Straßburg

Doch was macht Kehl so attraktiv? „Es ist die gelungene Mischung“, erklärt Antje Lenz. Die Stadt biete die perfekte Kombination aus urbanem Flair und naturnaher Erholung. Als idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den Schwarzwald, ins Elsass und ins benachbarte Straßburg ziehe Kehl besonders viele Besucher an. Die direkte Nähe zur Europastadt sorge zudem dafür, dass auch zahlreiche ausländische Gäste Kehl als Übernachtungsort wählen – ein Vorteil, den die Tourist-Information bestens nutze. Dort seien 2024 rund knapp 27 000 Besucher auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch beraten worden.

Ein anhaltender Trend, von dem Kehl profitiere, sind den Angaben zufolge Kurzreisen. Immer mehr Menschen würden auf mehrere kleinen Urlaube im Jahr setzen statt einer langen Reise. Die Kehl Marketing und zahlreiche Hotels hätten darauf reagiert und böten Pauschalangebote an: zwei Übernachtungen in Kehl inklusive eines Vier-Gänge-Menüs und genügend Zeit, Straßburg zu erkunden. Kehl überzeuge nicht zuletzt mit seinem ausgezeichneten gastronomischen Angebot. Hochwertige Küche zu fairen Preisen in Kehl und seinen Ortsteilen werde von vielen Gästen geschätzt und trage zur positiven touristischen Bilanz der Stadt bei.

Umgebung mit dem Rad erkunden

Ein weiteres Wachstumssegment sei der Fahrradtourismus. Die flache Landschaft und die gut ausgebauten Radwege entlang des Rheins würden Kehl zu einem beliebten Ziel für Radreisende und Familien machen. „Der Rheinradweg ist ein Klassiker, und die Nachfrage nach fahrradfreundlichen Unterkünften und Services steigt kontinuierlich“, bestätigt Lenz. Viele Besucher würden die Umgebung mit dem Rad erkunden und die direkte Verbindung zu Routen im Elsass und Schwarzwald schätzen.

Auch alternative Übernachtungsmöglichkeiten werden in Kehl rege genutzt: Der Yachthafen zählte demnach knapp 1 000 Übernachtungen, während der Kehler Wohnmobilstellplatz beim Wasserturm 11 333 Übernachtungen meldete. Obwohl diese Zahlen nicht in die offizielle Statistik einfließen, würden sie die zunehmende touristische Bedeutung der Stadt Kehl unterstreichen, die damit erstmalig die 300 000er-Marke überschreitet.

Foto: Yachthafen Kehl

red/wh

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