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Wirtschaft

Kronen GmbH mit einem Umsatzplus auf 21 Millionen Euro weiter auf Erfolgskurs

Produktion bei der Kronen GmbH
© Kronen GmbH
Ein Umsatzwachstum von 6 Prozent zum Vorjahr meldet der Nahrungsmitteltechnik-Produzent KRONEN GmbH aus Kehl-Goldscheuer. Der Mittelständler setzt auf kontinuierliches Wachstum, Innovationen und eine werteorientierte Unternehmenskultur. Trotz herausforderndem Umfeld konnte das Familienunternehmen im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 21 Millionen Euro erzielen. Die Produkte werden in 120 Ländern vertrieben. Laut Chef Stephan Zillgith ist der Convenience-Bereich ein Wachstumsmarkt.

Von Wolfgang Huber

Über erschwerte Rahmenbedingungen beklagt sich nahezu die gesamte deutsche Wirtschaft. Die am häufigsten genannten Probleme sind die hohen Energiepreise, die Steuer- und Abgabenlast und vor allem die Bürokratie. Dennoch fällt die Bilanz beim mittelständische Nahrungsmitteltechnik-Produzenten Kronen GmbH aus Kehl-Goldscheuer positiv aus. Das Unternehmen wächst laut eigenen Angaben seit Jahren stetig. Mit einem internationalen Vertriebsnetz und innovativen Lösungen für die Freshcut-Industrie sorgt Kronen für nachhaltige Entwicklung und erfolgreiche Expansion weltweit, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Werteorientierte Unternehmenskultur“

Trotz der genannten Widrigkeiten am Standort Deutschland und einem wirtschaftlich teils schwächeren Umfeld erzielte das Familienunternehmens im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 21 Millionen Euro, was einem Umsatzwachstum von 6 Prozent zum Vorjahr entspreche. Nicht zuletzt die weltweite Ausrichtung komme der Kronen GmbH entgegen. „Dadurch, dass wir weltweit aufgestellt sind und unsere Maschinen und Verarbeitungslinien in rund 120 Länder vertreiben, sind wir auch für Krisenzeiten gut gerüstet“, wird Stephan Zillgith, geschäftsführender Gesellschafter dann auch zitiert. Außerdem setze man auf stetige Innovation und eine werteorientierte Unternehmenskultur.

Letzteres ist entscheidend für eine zufriedene Belegschaft. Wenn sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen, einen Sinn in ihrer Arbeit sehen und ihr Job gesichert ist, bringen sie deutlich mehr Leistung. Und Motivation hat noch keinem Unternehmen geschadet. „Der Lebensmittelsektor und speziell der Convenience-Bereich, den wir beliefern, ist und bleibt ein Wachstumsmarkt“, so Zillgith. „Das ermöglicht es uns sichere Arbeitsplätze anzubieten. Auch für die nächsten Jahren planen wir weiter zu wachsen.“

Innovative Technologie

Auch am Heimatmarkt ist Kronen aktiv. So sei im Sommer 2024 in Norddeutschland eine innovative „smarte“ Verarbeitungslinie von Kronen bei einem großen Salatverarbeiter erfolgreich installiert und in Betrieb genommen worden. Bei dieser Anlage kommunizieren die einzelnen Maschinen miteinander, das Ganze bei zentraler Steuerung. Allerdings verfügt das Unternehmen über ein Vertriebsnetzwerk in etwa 80 Ländern. Demnach wurde eine Linie zum Vorbereiten, Schneiden und Waschen von Brokkoli und Blumenkohl in die USA geliefert. Mit ihr können bis zu 6.000 Stück pro Stunde verarbeitet werden.

Im Herbst sei zudem eine neue Prozessanlage zum Schneiden, Waschen und Trocknen von Kraut, Karotten, rote Beete, Eisberg und anderen Salaten in Israel installiert worden. Die Spezialanfertigung erfülle strengste Koscher-Vorgaben und soll für die Produktion verschiedener Salatmischungen eingesetzt werden. Verpackt in Tüten werden damit Supermärkte sowie Hotel-, Restaurant- und Catering-Betriebe beliefert. Die Linie verarbeitet bis zu 2,5 Tonnen Eisberg und 4 Tonnen Kraut pro Stunde, heißt es.

Renommierte Auszeichnung

Bei der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsnetzwerks nectanet wurden im November 2024 insgesamt 44 Unternehmen als „Hidden Champions“ ausgezeichnet (Wir berichteten). Wissenschaftliche Kriterien für diese Klassifizierung sind unter anderem die Marktposition und der Umsatz der Unternehmen. Für die Kronen GmbH sei dies etwas Besonderes, da viele der ausgezeichneten Unternehmen deutlich größer seien. „Wir sind sehr glücklich und stolz, dass wir diese Auszeichnung als „Hidden Champion“ in der Black Forest Power Region erhalten haben“ sagt Stephan Zillgith. „Die Qualität und Sicherheit unserer Maschinen und die Zufriedenheit unserer Kunden stehen für uns an erster Stelle, genauso wie das Kronen-Team, das diese Exzellenz tagtäglich möglich werden lässt.“ Dies zahle sich aus.

Ein weiterer Erfolgsfaktor von Kronen sei die kontinuierliche Entwicklung seiner internen Prozesse und Arbeitsweisen. Ein zentraler Aspekt der Optimierung sei dabei die Digitalisierung. Das umfasse unter anderem die zunehmende Umstellung der Prozesse in der Produktion auf digitale Kanäle mit Zugriff jedes Mitarbeiters auf 3D-Modelle von Maschinen, technische Zeichnungen oder digitale Werkzeuge für eine präzise und effiziente Dokumentation und Kommunikation. Dies führe auch zu mehr Nachhaltigkeit.

Neue Halle errichtet

Auf dem Kronen-Gelände in Kehl am Rhein wurde im letzten Jahr zudem eine neue Halle errichtet, um effiziente Produktionsabläufe und die Verarbeitung der Maschinen sicherzustellen. Die Halle fungiere als Logistikfläche zwischen den verschiedenen Arbeitsschritten beim Bau der Maschinen. Dort werden die Bauteile und Maschinen geschützt gelagert und systematisiert für die nachfolgenden Arbeitsschritte bereitgestellt. So würden optimale Voraussetzungen für die Produktion geschaffen.

Kronen ist ein familiengeführter, weltweit agierender Produzent und Lieferant von Einzelmaschinen, Sondermaschinen und hochtechnisierten Prozessanlagen für die Freshcut-Industrie. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Maschinen für die Verarbeitung von Fleisch und Fisch, speziellen veganen Produkten, Backwaren und Tiernahrung an. Heute beschäftigt Kronen mit seinem Sitz in Kehl und einem zweiten Produktionsstandort in Achern laut der Mitteilung über 130 Mitarbeiter, ist mit Vertretungen in mehr als 80 Ländern weltweit präsent und liefert seine Produkte in über 120 Länder der Erde.

Siehe auch hier:

Der Aufstieg von KRONEN zum Global Player begann unter Rudolf Hans Zillgith

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