Grandioser Erfolg für Dominik Sowieja: Der Profi-Triathlet des Offenburger racextract Schnitzer Racing Teams hat sich beim traditionsreichen Ironman Lake Placid (USA) das begehrte Ticket für die Weltmeisterschaft auf Hawaii gesichert. Mit einer kämpferischen Glanzleistung und Platz 9 in einem hochkarätig besetzten Feld der Ironman Pro Series machte der gebürtige Villingen-Schwenninger den Traum von Kona perfekt. Nach einem packenden Rennen stoppte die Uhr für Sowieja bei einer starken Endzeit von 08:14:30 Stunden, wie das Team in einer Pressemitteilung schreibt.
Damit reißen die Erfolge für das Offenburger racextract Schnitzer Racing Team um Trainer Jörg Scheiderbauer nicht ab. Erst vor vier Wochen hatte sich Bianca Bogen beim Ironman 70.3 im schwedischen Jönköping den Europameistertitel über die Mitteldistanz gesichert (wir berichteten).
Den Sieg bei diesem Weltklasse-Event sicherte sich demnach der Belgier Marten van Riel, der ein dominantes Rennen zeigte, vor dem zweitplatzierten Matthew Marquardt aus den USA. Das rein US-amerikanisch verfolgte Podium komplettierte Ben Kanute auf dem dritten Rang.
Das Rennen im Bundesstaat New York habe den Athleten von Beginn an alles abverlangt. Nach den Tagen der Hitze mit über 28 Grad sorgte ein radikaler Wettersturz am Renntag auf herbstliche 13 Grad für extrem harte Bedingungen. Sowieja habe dennoch einen soliden Start erwischt und das Wasser nach 3,8 Kilometern Schwimmen in 55:23 Minuten verlassen.

Trainer Jörg Scheiderbauer. Foto: racextract Schnitzer Racing Team
Auf Platz 23 liegend ging er gemeinsam mit den absoluten Radspezialisten Cameron Wurf (Australien) und Trevor Foley (USA) auf die 180 Kilometer lange Radstrecke. Nach rund 30 Minuten auf dem Rad „gingen die Beine auf“. Sowieja zündete den Turbo, holte Platz um Platz auf und wechselte schließlich als starker Zehnter auf die abschließende Laufstrecke.
Auf dem mit Höhenmetern gespickten und extrem anspruchsvollen Marathonkurs über 42,2 Kilometer demonstrierte Sowieja einmal mehr seine Laufklasse. Mit einer herausragenden Marathonzeit von 2:43:21 Stunden flog er förmlich über den Asphalt, heißt es weiter. Im packenden Finale fing er sogar noch den Dänen Kristian Høgenhaug ab, der schließlich direkt hinter Sowieja ins Ziel kam und sich damit den allerletzten verfügbaren WM-Slot sicherte.
Teamchef und Trainer Jörg Scheiderbauer zeigte sich begeistert von der Leistung seines Schützlings, der bereits seit acht Jahren für das Offenburger Team startet: „Dominik hat erneut bewiesen, mit welcher extremen Leidenschaft, Ausdauer und Professionalität er diesen Sport lebt.“ Nach seiner WM-Teilnahme 2025 in Nizza wird Sowieja nun zum zweiten Mal bei der Ironman-WM als Profi an den Start gehen – dieses Mal am legendären Ort des Geschehens: in Kailua-Kona auf Hawaii.
Im vergangenen Jahr bei der WM in Nizza hatte Jörg Scheiderbauer als einer der wenigen Trainer gleich zwei Schützlinge im auf 60 Athleten begrenzten Starterfeld, wie er auf Anfrage des Ortenau Journals erklärt. So hofft Scheiderbauer, dass sich auch Jonas Hoffmann in Kürze wieder für die WM am 10. Oktober qualifizieren kann. Hoffmann war 2024 und 2025 der zehntbeste Ironman-Profi der Welt. Scheiderbauer sieht enormes Potenzial bei seinen beiden Top-Athleten: „Wenn beide fit sind, ist eine Platzierung in den Top-15 auf jeden Fall drin. Vielleicht sogar mehr.“
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