Art de Vivre

Fünf Künstler, ein Podium, Musik und Gespräche: Artmosphere geht in Schutterwald in die zweite Runde

© Innergarden – Bei der zweiten Artmosphere in Schutterwald stehen Begegnungen im Mittelpunkt.
Kunst soll nicht nur betrachtet, sondern zum Ausgangspunkt für Begegnungen werden: Am 17. Oktober bringt Artmosphere in Schutterwald erneut Kunstschaffende, Vertreter aus Technologie, Wirtschaft und Politik sowie ein regionales Publikum zusammen. Bei Innergarden stehen fünf Künstler:innen, ein Podiumsgespräch und Musik auf dem Programm. Spenden kommen einem Jugendprojekt vor Ort zugute. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Die erste Ausgabe im April hatte 160 Gäste.
Zweite Ausgabe von Artmosphere

Am Samstag, 17. Oktober 2026, laden Innergarden und die Gemeinde Schutterwald von 16 bis 22 Uhr zur zweiten Ausgabe von Artmosphere ein. Die eintägige Veranstaltung in der Burdastraße 23 verbindet eine Kunstausstellung mit persönlichen Beiträgen der Kunstschaffenden, einem Podiumsgespräch und Musik. Der Eintritt ist frei; wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung erforderlich.

Artmosphere möchte kulturellen Austausch und Begegnungen in kleineren Gemeinden ermöglichen. Kunst bildet dabei den Ausgangspunkt für Gespräche zwischen Menschen aus der Region, Gästen von außerhalb und Beteiligten aus unterschiedlichen Berufen. Das Angebot richtet sich an Kunstinteressierte ebenso wie an Menschen, die selten eine Galerie besuchen.

 

Direkte Gespräche

Die fünf ausstellenden Kunstschaffenden sind Ruth Birkenfeld (Illustration, Offenburg – Instagram: @atelier.zwischenraum), Albrecht Behmel (Malerei, Freudenstadt), Paul van Kempen (Mixed Media, Saarbrücken), Jay Bird  Porträt, Baden-Baden – Instagram: @atelierjaybird) und Mathias Zwick (Fotografie, Straßburg). In persönlichen Beiträgen und im direkten Gespräch erfahren die Gäste, welche Erlebnisse und Fragen ihre künstlerische Arbeit prägen. Artmosphere erhebt von den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern weder eine Teilnahmegebühr noch eine Verkaufsprovision; Erlöse aus direkten Verkäufen bleiben vollständig bei ihnen.

Podium mit Schebesta und Kreutzer

Um 17:40 Uhr beginnt das von Ruth Birkenfeld moderierte Podium „Wofür bauen wir das eigentlich?“. Es diskutieren der Maler Albrecht Behmel für die Kunst, Dr. Andrea Rösinger, zuvor CTO und Co-CEO des Fabriksoftware-Anbieters FORCAM, für die Technologie, Tobias Kreutzer, Geschäftsführer von Richter Aluminium, für die Wirtschaft und Volker Schebesta, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Offenburg, für die Politik. Im Mittelpunkt stehen die Beweggründe hinter ihrem Schaffen und die Verantwortung, die daraus entsteht. Fragen aus dem Publikum sind Teil des Gesprächs.

 

Chancen nur anderswo?

„Menschen in kleineren Städten und Dörfern haben oft das Gefühl, dass sich Chancen anderswo bieten. Ich glaube, das kann sich ändern, wenn wir Menschen, Ideen und kulturelles Leben in diese Gemeinden bringen – und auch Besucher aus den Städten anziehen. Wenn man erlebt, dass am eigenen Wohnort etwas entsteht, kann der Gedanke aufkommen: ‚Wenn jemand hier so etwas auf die Beine stellen kann, kann ich das vielleicht auch.‘ Genau dazu möchten wir mit Artmosphere ermutigen“, sagt Vardan Galstyan, Gründer von Innergarden und Initiator von Artmosphere.

Bürgermeister Martin Holschuh begrüßt die Gäste mit einem Grußwort. Claire Augier de Lajallet aus Straßburg begleitet das Ankommen mit Live-Harfe; später bieten Essen, Bar und Musik von DJ Christian Gehrmann aus Gengenbach Zeit für weitere Gespräche.

Sammeln für den Jumppark

Veranstaltungsort ist Innergarden, ein Coworking-, Seminar- und Veranstaltungsort in Schutterwald. Ausgewählte Werke bleiben nach dem Veranstaltungstag vor Ort. Der Abend sammelt zudem Spenden für den Jumppark auf dem Freizeitgelände Schutterwald, den zwei Jugendliche in Eigenregie gebaut haben; als Nächstes soll dort ein Unterstand entstehen. Den Spendenzweck hat die Gemeinde vorgeschlagen. Die erste Ausgabe am 18. April 2026 besuchten 160 Gäste. Sechs Kunstschaffende zeigten rund 40 Werke, zwölf davon wurden verkauft.

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