Kunst & Kultur

Kulturkolumne #14: Der Spießer und warum es bei Rock’n’Roll nicht alleine um Jukebox und Petticoat geht

Jürgen Stark
© FLM design + creative/Ortenau Journal – Jürgen Stark thematisiert in seiner neuen Kulturkolumne den „ewigen Spießer“.
Zwischen Verbotskultur, ideologischen Grabenkämpfen und gesellschaftlicher Verhärtung stellt sich eine überraschende Frage: Kann Rock’n’Roll mehr sein als Nostalgie? In seiner neuen Kolumne erinnert Jürgen Stark an Ödön von Horváths Warnung vor dem „ewigen Spießer“ – einem Opportunisten, der Freiheit in Vorschriften verwandelt. Von der Weimarer Republik bis heute zeigt Stark, warum kulturelle Freiheit, Wut als Veränderungsenergie und der rebellische Geist des Rock’n’Roll vielleicht wichtiger sind denn je.
Von Jürgen Stark

Von einem „Kulturkampf“ ist die Rede. Brauchen wir das? Nö! Kann weg. Was wir derzeit benötigen ist klarer Kopf, souveränes, kritisches Selbst – wobei Klarheit der Gedanken auch von Impressionen und Inspirationen abhängt, denn unsere Seelen wünschen sich Überwindung allgegenwärtiger Extreme, die der „kleine Adam“ und die „kleine Eva“ lebenslang aushalten und bewältigen müssen. Das reizt den Autor zu ungewöhnlicher Perspektivsuche, auch in der Musikkultur.

Erschreckend aktuell

Blick zurück nach vorn:„ Der ewige Spießer“ ist als 1930 veröffentlichter Roman ein zeitloses Plädoyer für Menschlichkeit, gerade auch in schweren Zeiten eines drastischen, mitunter toxischen Wandels. Die Warnung des Autors Ödön von Horváth vorm ewigen Spießer und seiner mitleidlosen Skrupellosigkeit ist erschreckend aktuell und lohnt die Erinnerung. Denn dieser fürchterliche Menschentypus ist Unglücksbringer ersten Ranges – und er ist immer noch da und treibt überall sein Unwesen. Von Horváth sezierte epidsodenhaft und assoziativ den Typus des deutschen Spießers, durchleuchtete die Gesellschaft der Weimarer Republik vorm Hintergrund der Weltwirtschaftskrise, die massive soziale und wirtschaftliche Verwerfungen mit sich brachte.

Charakterloser Opportunismus

Der Spießer steht als Symbol für charakterlosen Opportunismus und moralische Verkommenheit, der Spießer ist materialistischer Mitläufer, berechenbar: finanzielle Sicherheit und Karriere, am liebsten Macht über Menschen, dafür ist letztlich jedes Mittel recht, die humane Gesellschaft erodiert bei seinem Lauf und wird zur leichten Beute für zwielichtige Politik und skrupelloses Streben verdorbener Machtpolitiker.

Foto: Tumisu/pixabay

Durchgeknallte NS-Obrigkeit

Eindeutige Merkmale: Verbotstafeln und pseudomoralische Benimmregeln, strenge Sichtweisen, die für alle (!) zu gelten haben sind so etwas wie Markenzeichen eines offen agierenden Spießertums, denn dieser Typ Unmensch strebt zum kleinen Karo, zur verbohrten Engstirnigkeit, zur bedingungslosen (auch gern zur eigentlich vollkommen sinnlosen) Vorschrift, er liebt Selektion, Ausgrenzung, Denunziation, wofür er als hochgefährliches menschliches Chamäleon auch die Farben, die Seiten, die Kleider wechselt, Ansichten und Ideologeme, wie kein zweiter. Er ist Mutant und als in Deutschland plötzlich „Swing tanzen verboten“ und „entartete Kunst“ als bösartige Etiketten von einer durchgeknallten NS-Obrigkeit verwendet wurden, da war der ewige Spießer an der Macht und von Horvaths Warnungen sollten sich im Sinne des Wortes als teuflisch richtig erweisen – sie wurden leider von der breiten Masse weder gelesen noch erkannt.

Holzschnittartige Sichtweisen

Auch jetzt wieder spüren wir, wie das Böse um die Häuser schleicht, wie Gewalt und wechselseitige Ablehnungen dank holzschnittartiger Sichtweisen für zunehmende Spaltung und Streit sorgen, weil auch leider auf massive gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme keine politischen Lösungen folgen und daher schon wieder gesellschaftliche Erosion erkennbar fortschreitet. Hochaktuell: Ödön von Horváth liefert hierfür eine nicht nur auf Deutschland beschränkte Beschreibung eben jenes Menschentyps, der stets im Trüben fischt und in Zeiten wie diesen gerne subtile Brandstiftung in Unschuldsmiene betreibt: „Der Spießer ist … ein hypochondrischer Egoist, und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet.“

Der reale Stasi-Sozialismus

Er nennt dieses die „Biologie des werdenden Spießers.“ Der ewige Spießer ging nicht mit den Nazis unter sondern wanderte im neuen Kleid via SED-Politbüro in die DDR, wo er Kunst und Künstler über „Unterhaltungskomitees“ und sonstige politische Polizei im schrecklich realen Stasi-Sozialismus kontrollierte und spießig dirigierte. Im Nachkriegsdeutschland (West) meldete er sich durchs Anbringen von Schildern überall zurück: „Das Spielen der Kinder im Hausflur und auf dem Rasen ist verboten“ – Verbote pflastern seinen Weg, deutsche Kinderfeindlichkeit war und blieb auch ein Ausdruck davon, denn der Spießer hasst echte Freizügigkeit und ist der absolute Feind der natürlichen Leichtigkeit des Seins.

Verbotsschilder sind die Welt des Spießers. Foto: frimusfilms/freepik

Umdeutung von Kunstfreiheit

Und er ist universell: In jeder Ideologie zuhause, gerade auch in enger, orthodoxer Religionsausübung fühlt er sich pudelwohl, weshalb er im einst stolzen Persien Frauen unters Kopftuch zwängt und in Afghanistan diesen den Schulbesuch verbietet, wie auch generell Musik (!) und daher auch mal Instrumente aufstapelt um diese anzuzünden und symbolisch zu verbrennen. Ganz schlimm today: „woke“ ist ein linksideologisch aufgeladenes Chiffre für denkbar engstirnigsten Unsinn, wie etwa der Umdeutung von Kunstfreiheit in „kulturelle Aneignung“, was das Ende der Popkultur mit ihrem Spirit als „melting pot“ unbegrenztrer kultureller Einflüsse bedeuten würde, wenn diese verirrten, moralinsauren Zensurwächter und „Sprachpolizisten“ bei ihrem toxischen Irrlauf nicht gestoppt werden.

Spießige Denkweisen

Geschichte wiederholt sich doch: Wir haben wieder sich extrem zuspitzende und in gleich unterschiedliche Richtungen driftende spießige Zeiten. Denn, wie oben beschrieben, nistet sich der ewige Spießer gerne in anderem Gedankengut und Movements jeder Art ein, um diese zu drehen und in Ver- und Gebotsmaschinen umzufunktionieren. Wieder Wirtschaftskrise, radikalisierte Ränder. Ältere Zeitgenossen werden sich noch erinnern, als die Blütezeit von Rock und Pop begann und eine Kultur der fröhlichen Freiheit, musikalischer Völkerverbindung und eine Überwindung der ehemaligen US-„Rassentrennung“ von der Musikszene demonstrativ vorgelebt wurde. Da kursierten im Gefolge der restaurativen Adenauer-Ära hierzulande noch jede Menge spießiger Denkweisen, die häufig geäußert wurden, mit engstirnigen Formulierungen wie „das gehört sich nicht, „dass gehört doch verboten“, „sowas hat es aber früher nicht gegeben“- damals und heute.

Kleinkarierte Ausdünstungen

Der Spießer ist intolerant und kann sich nun in der gegenwärtigen Epoche vor Lachen kaum halten, denn selbst im Zeichen angeblicher Toleranz hat sich des Spießers Übereifer in der politkorrekten Moderne eingeschlichen und grenzt nun dort munter alles aus, was nicht lupenrein zum engen „Wir“ gehört. Der ewige Spießer rettet hierzulande jetzt 52 (hahaha) Geschlechter, sämtliche Minoritäten der Welt sowie das Klima und spaltet und spaltet und vergiftet die gesellschaftliche Atmosphäre mit seinen kleinkarierten Ausdünstungen. Auch sind derzeit alle „Nazi“, außer dem ewigen Spießer, denn der ist immer oberster Kontrolletti und hat sowieso immer recht.

Ausdifferenzierte Popkultur

Zurück zum Urknall vergangener Moderne. Auf sämtliche Verwerfungen des Zweiten Weltkriegs und der NS-Schreckensherrschaft folgte bekanntlich kulturell das „Golden Age of Rock’n’Roll“ und eine sich rasant über Jahrzehnte ausdifferenzierende Popkultur, die aktuell wie „steckengeblieben“ wirkt. Nie waren die Charts so uninteressant wie heute, gibt es kaum noch große neue Trends oder bahnbrechende Newcomer, die im Stile neuer großer Acts, alles aufmischen. Es ist ein aus der Politik bekanntes Paradoxon: ist die gesellschaftlich-politische Großwetterlage unsicher, schlecht und düster und sogar beängstigend, verziehen sich Adam und Eva in die Nischen der Gesellschaft, zieht man sich lieber zurück, trifft man sich in vertrautem Kreis, wo man noch offen sagen kann, was man denkt.

Überfallener Schriftsteller

Szenenwechsel, Weltbühne: „Rock’n’Roll-Musik – die Musik der Freiheit macht den Menschen Angst und setzt alle möglichen konservativen Abwehrmechanismen frei.“ – sagt der von einem islamischen Fanatiker überfallene Schriftsteller Salman Rushdie, der dabei ein Auge verlor. Der vom iranischen Ajatollah Khomeini mit einer „Fatwa“ bedachte Autor, also einer Art Blutgeld-Menschenjagdaufruf, ist nun heute, gerade auch jetzt, im Zeichen des US-israelischen Angriffs aufs Teheraner Terror-Regime, eine starke Stimme.

Versöhnung zwischen Orient und Okzident

Diese warnt eindrücklich davor, alle Muslime „in einen Topf“ zu werfen und predigt in gewaltiger menschlicher Größe, ausgerechnet als Islamismus-Opfer, Versöhnung zwischen Orient und Okzident – das geht nur, weil der Autor das absolute Gegenteil des ewigen Spießers ist, der freiheitlichen Moderne zugewandt und ein Fan des freizügigen Rock’n’Roll, einem authentischen Lebensgefühl, welches immer noch lebt – und als wundervolle Alternative zum ewigen Spießertum auf ein großes Comeback wartet.

Nicht nur Jukebox und Petticoat

Rock’n’Roll?- nun wird man rätseln, aber keine Sorge, es geht nicht allein um Jukebox und Petticoat und sonstig romantische Nostalgie! Salman Rushdie, ausgerechnet jetzt, erinnert lediglich an ein probates Mittel, welches schon den „Eisernen Vorhang“ wegriss und den „Wind of Change“ der Scorpions-Rocker bis nach Moskau trug – und diese Urkraft ist wieder und wieder einsetzbar!

Musikalisches Synonym für Lebensfreude

„Rock ‘n’ Roll löst vielleicht nicht deine Probleme, aber er lässt dich darüber tanzen.“ – sagte Pete Townshend, legendärer Gitarrist der „Who“ und dechiffrierte humorvoll das musikalische Synonym für Lebensfreude und alles besiegende, mutige Frechheit. Stilistisch reicht das, was einst von biederen Tanzkapellen und -Muckern wie Bill Haley über die Welt gebracht wurde und über Jahrzehnte erheblich ausdifferenzierte, heutzutage bis zum Hard’n’heavy-Musikfestival in Wacken. Es ist immer noch bei Dinosauriern wie den Rolling Stones zu finden, in einer weltweit sehr großen Rockabilly-Nachbarschaft, welche hier bei uns in Karlsruhe ein richtiges Netzwerk aus Bars, Treffs, Clubs und Veranstaltungen geformt hat.

Die „Stones“ stehen für Rock ‘n’ Roll at it´s best. Foto: fietzfotos/pixabay

Tätowierung am Oberarm

Meint der das wirklich ernst, werden nun einige fragen. Ja, es ist der volle Ernst eines Menschen, der als Jugendlicher in Hamburg mit goldener Baseball-Jacke und goldener „Gibson Guitar“ als Glamrock’n’Roller mit seiner Band „On the Rocks“ bei wilden Bikertreffen auf Bühnen stand. Am Oberarm eine Tätowierung mit der Aufschrift „Love Rock’n’Roll“ (woraus jetzt ein Song entsteht, der demnächst veröffentlicht wird!) – und der unlängst einen schweren Schlaganfall und dessen Folgen mit der R’n’R-typischen Parole „Wut & Wille“ (siehe meinen gleichnamigen YouTube-Channel) besiegte.

„The Primas“ in Karlsruhe

Und so entstand die Idee zu dieser Kulturkolumne auch inmitten eines freundlichen Rock’n’Roll-Infernos als am 17. Januar in Ortenberg „The Primas“ aus Karlsruhe gastierten – im wunderbaren „Fantasy“, welches mich immer mehr als echtem Zeitzeugen an das legendäre „Onkel Pö“ in Hamburg-Eppendorf erinnert, tolle Bands, tolle Atmosphäre, der Spirit goldener Musikzeiten lebt!

Tanz statt strenger Diskurs

The Primas sind relativ jung, haben einen Sänger und Keyboarder, der das gleiche breite Kreuz am Piano trägt, wie sein mutmaßliches Vorbild, eine unfassbar talentierte Stehbassistin, welche die gesamte Truppe rhythmisch punktiert vor sich hertreibt. Es war zwar auch junge (!) Retrospektive, aber insgesamt eine der Zukunft zugewandte Huldigung an eine normale, fröhliche Welt. Tanz statt strenger Diskurs, alles ist erlaubt statt „political bullshit correctness“ – feeling free in a free World, mit Boogie Woogie “rote Lippen soll man küssen“, also lustiger Schlager-Rock’n’Roll, präriestaubtrockener Country, knackiger Rock’n’Roll bis zum fetzigen Rockabilly – “ für jede flotte Biene und jeden Halbstarken“ nennt das scherzhaft dieses großartige „Unterhaltungsorchester aus dem innovativen, kulturlebendigen Karlsruhe. Und auch im benachbarten Elsaß rockert und rollert es mit Bands wie Goodbye, Charlotte, Jewly oder Les Chambords, die mit ihrem eher traditionellen 50’s Rock’n’Roll
demnächst in Ortenberg (am 25. April im Fantasy) auftreten werden,

Das wahre wilde Leben in Freiheit

Schlußargument: „In der Popmusik sagt man: ‚Du kannst mit mir machen, was du willst.‘ Rock ‘n’ Roll sagt: ‚Ich werde mit dir machen, was ich will.‘“ sagt Joan Jett und schwört wie viele andere auf das wahre wilde Leben in Freiheit ohne jegliche Normen durch ewige Spießer. – all das sollte wieder Impulsgeber für bessere Politik sein oder werden – oder hat jemand eine bessere Idee…?

Kulturkolumne – hier die ultimative Rock’n’Roll-Jukebox des Autors und Musikers Jürgen Stark mit persönlicher Empfehlung:

The Beatles – Rock’n’Roll Music

https://www.youtube.com/watch?v=IRF6nmqcbxo&list=RDIRF6nmqcbxo&start_radio=1

E Light Orchestra – Roll over Beethoven

https://www.youtube.com/watch?v=yGR3DV4mqBA&list=RDyGR3DV4mqBA&start_radio=1

Little Richard – Good golly Miss Molly

https://www.youtube.com/watch?v=AK_jm3Hz1Wk&list=RDAK_jm3Hz1Wk&start_radio=1

Rolling Stones – It’s only Rock’n’Roll but I like it

https://www.youtube.com/watch?v=JGaBlygm0UY&list=RDJGaBlygm0UY&start_radio=1

T.Rex – Get it on

https://www.youtube.com/watch?v=wZkTh_T75QY&list=RDwZkTh_T75QY&start_radio=1

Elvis Presley – Jailhouse Rock

https://www.youtube.com/watch?v=gj0Rz-uP4Mk&list=RDgj0Rz-uP4Mk&start_radio=1

Chuck Berry – Johnny B. Goode

https://www.youtube.com/watch?v=WLMK9-Ns-TY&list=RDWLMK9-Ns-TY&start_radio=1

Ramones – Do You remember Rock’n’Roll Radio

https://www.youtube.com/watch?v=Gi9a7IdRiBI&list=RDGi9a7IdRiBI&start_radio=1

Dave Edmunds – Crawling from A Wreckage

https://www.youtube.com/watch?v=dCgzRRpuWHY&list=RDdCgzRRpuWHY&start_radio=1

Sex Pistols – Pretty Vacant

https://www.youtube.com/watch?v=R6GDdKrQ8EI&list=RDR6GDdKrQ8EI&start_radio=1

Ian Dury – Sex & Drugs & Rock & Roll

https://www.youtube.com/watch?v=xTeHS2Hcb-0&list=RDxTeHS2Hcb-0&start_radio=1

Shakin Stevens – Marie, Marie

https://www.youtube.com/watch?v=EhUIVUOdyR0&list=RDEhUIVUOdyR0&start_radio=1

ZZ TOP – Gimme all Your Lovin’

https://www.youtube.com/watch?v=Ae829mFAGGE&list=RDAe829mFAGGE&start_radio=1

Iggy Pop – I’m a real wild Child

https://www.youtube.com/watch?v=def3ob2h-1s&list=RDdef3ob2h-1s&start_radio=1

Status Quo – Rock’n’Roll

https://www.youtube.com/watch?v=KvwvbjsOaik&list=RDKvwvbjsOaik&start_radio=1

Billy Swan – I can Help

https://www.youtube.com/watch?v=fsSxdGZni3Y&list=RDfsSxdGZni3Y&start_radio=1

Tuff Darts – All for the Love of Rock’n’Roll

https://www.youtube.com/watch?v=FHQZuUCYN1o&list=RDFHQZuUCYN1o&start_radio=1

Siehe auch hier:

Kulturkolumne #12: Jimmy Cliff ist tot: Ortenauer Reggae-Experten erinnern an das Vermächtnis einer Legende

Kulturkolumne #13 – Hoffnung, Wut und Wille – Ein Podcast über einen Schlaganfall und die Folgen

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