Die zweite Female Finance Night der Volksbank eG – Die Gestalterbank hat kürzlich erneut rund 400 Frauen in die ausverkaufte Reithalle Offenburg geführt. Nach der ebenfalls ausverkauften Premiere im Jahr 2025 knüpfte die Veranstaltung damit an ihren erfolgreichen Auftakt an. Im Mittelpunkt standen laut einer Pressemitteilung der Bank finanzielle Selbstbestimmung, persönliche Entwicklung und die Frage, was es braucht, um eigene Ziele mutig zu verfolgen.
„Die Female Finance Night ist mehr als eine Veranstaltung. Sie ist ein Zeichen dafür, dass wir Frauen unsere Zukunft aktiv gestalten, Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und unseren eigenen Weg gehen“, sagte demnach Irmgard Sachsenmaier, Vorständin der Gestalterbank, zur Eröffnung. Die Idee des Abends sei es, einen Raum zu schaffen, in dem Frauen voneinander lernen, sich austauschen und neue Perspektiven entwickeln können.
Eigene Nervosität angesprochen
Moderatorin Shari Jung habe authentisch, nahbar und mit viel Gespür für das Publikum durch den Abend geführt. Ihre eigene Nervosität angesichts der großen Bühne sprach sie offen an – und stellte damit eine Verbindung zu den Referentinnen her. Denn auch für einige von ihnen sei es das erste Mal gewesen, vor einem so großen Publikum zu sprechen.
Den Auftakt machte Vanessa Kuhn, Leitende Vertriebsdirektorin Key Accountmanagement bei Union Investment. In ihrem Vortrag „Female Finance“ ging es um finanzielle Ziele, Geldanlage und die Frage, wie Frauen ihre finanzielle Zukunft bewusst gestalten können, wie es in der Mitteilung heißt. Sie habe aufgezeigt, welche langfristigen Folgen ungleich verteilte Sorgearbeit und Einkommensunterschiede haben können und warum es wichtig sei, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen.

Die Speakerinnen der Female Finance Night 2026. Foto: Volksbank eG – Die Gestalterbank
Auch ETFs und neue Fördermöglichkeiten waren demnach Thema. Dabei sei es ihr nicht darum geagangen, Frauen eine bestimmte Entscheidung vorzugeben, sondern sie zu eigenen Entscheidungen zu befähigen. „Bilde dir deinen eigenen finanziellen Stand“, lautete ihr Appell. Denn wer weiß, was das eigene Geld leisten soll und welche Ziele damit verbunden sind, könne die finanzielle Zukunft selbstbestimmter gestalten.
Wie eng Selbstbestimmung mit persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Zweifeln verbunden ist, zeigte anschließend Ramona Bliestle. Die Speakerin, Einrichtungsleiterin und Gutachterin nahm das Publikum in ihrem Beitrag „Der Titel tut nichts zur Sache“ mit auf eine sehr persönliche Reise. Mit emotionalen Einblicken, Humor und interaktiven Übungen sei es ihr gelungen, Themen anzusprechen, die viele Frauen aus ihrem eigenen Leben kennen. Dabei wurde gelacht, nachgedacht und auch die eine oder andere Träne vergossen.
Ihr Appell: „Das Alte ist vertraut und fühlt sich gut an. Aber bitte, bitte nehmt das Neue mit, traut euch.“ Ihre Botschaft habe deutlich gemacht, wie wichtig es ist, eigene Zweifel ernst zu nehmen und trotzdem offen für Veränderungen zu bleiben.
Mut hat viele Gesichter
Unter dem Titel „Money. Mindset. Mut.“ brachte die anschließende Paneldiskussion unterschiedliche Lebens- und Berufswege zusammen. Die Gesprächsrunde habe gezeigt, wie vielfältig Mut aussehen kann: ein Unternehmen gründen, sich in einer männerdominierten Branche behaupten, nach Rückschlägen neu anfangen oder sich mit 59 Jahren noch einmal fragen, was das Leben bereithält.
Die Frauen auf dem Podium berichteten offen von Zweifeln, Enttäuschungen und Entscheidungen, die ihren Weg geprägt haben. Dabei wurde deutlich, dass es selten den einen richtigen Zeitpunkt für einen Neuanfang gibt. Manchmal beginnt er mit einer einfachen Frage: Was wäre, wenn?
Wie viel Mut es kosten kann, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, habe Rola El-Halabi eindrücklich deutlich gemacht. Die ehemalige Boxweltmeisterin, Gründerin, Coach und Speakerin erzählte in ihrem Vortrag „Du schuldest deinen Träumen Leben“ von ihrem Weg, der von großen sportlichen Erfolgen, tiefen persönlichen Einschnitten und dem Kampf um ein selbstbestimmtes Leben geprägt ist. Offen nahm sie die Besucherinnen mit in ihre Geschichte und zeigte, was es bedeutet, nach Erfahrungen, die das eigene Leben grundlegend verändern, wieder nach vorne zu schauen und eigene Entscheidungen zu treffen.
In einem Satz auf den Punkt
Dabei sei es nicht um eine einfache Erfolgsgeschichte gegangen, sondern um die Kraft, sich trotz allem die eigenen Träume zu bewahren. Ihre Botschaft an die Frauen im Saal brachte sie in einem Satz auf den Punkt, wie es heißt: „Mut steht zwischen deinem heutigen Leben und deinem Traumleben. Das ist das Einzige, was dazwischen ist.“ Die Worte trafen offensichtlich den Nerv des Abends. Die Besucherinnen erhoben sich zu Standing Ovations.
red/wh
Siehe auch hier:
„Macho-Kasse“: Die Premiere der Female Finance Night der Volksbank setzte starke Impulse für Frauen