Wirtschaft

WeberHaus erzielt 318 Millionen Euro Umsatz und investiert massiv in moderne Roboter-Fertigungstechnik

© WeberHaus – Der Fertighaushersteller WeberHaus zieht eine positive Bilanz.
Trotz Unsicherheiten in der Bauwirtschaft setzt WeberHaus seinen Wachstumskurs fort. Der Fertighaushersteller aus Rheinau-Linx erzielte 2025 einen Umsatz von 318 Millionen Euro und investierte sechs Millionen Euro in die Modernisierung der Produktion. Gleichzeitig erreichte der Marktanteil von Fertighäusern in Deutschland mit 26,5 Prozent ein neues Rekordniveau. Das Unternehmen blickt optimistisch nach vorn, sieht jedoch Nachholbedarf seitens der Bundesregierung bei Reformen.
Erfolgreiches Geschäftsjahr

WeberHaus blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld zurück. Der Fertighaushersteller erzielte einen Umsatz von 318 Millionen Euro. Dies schreibt WeberHaus in einer Pressemitteilung. Die Bauwirtschaft im Jahr 2025 hat demnach erste Anzeichen einer Erholung verzeichnet, jedoch herrsche weiterhin ein Fachkräftemangel sowie ein hoher Kostendruck.

Weitere Roboterzellen installiert

In den nächsten Jahren erwartet WeberHaus ein moderates, aber stabiles Wachstum. Der moderate Umsatzrückgang von rund 8 Prozent war strategisch bereits einkalkuliert, da im Januar 2025 die Produktion in Rheinau-Linx planmäßig stillstand, um im Bereich der liegenden Wandfertigung zwei weitere Roboterzellen zu installieren. Diese Investition kostet WeberHaus laut eigenen Angaben etwa sechs Millionen Euro. Mit diesen Investitionen stärke WeberHaus gezielt die Effizienz, Qualität und Zukunftsfähigkeit der Fertigung.

Marktanteil von Fertighäusern ansteigend

Laut Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) wurden deutschlandweit 13.473 Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise genehmigt – ein Plus von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil von Fertighäusern stieg laut WeberHaus damit auf ein neues Allzeithoch von 26,5 Prozent. Vor allem in Baden-Württemberg bleibt die Nachfrage nach Fertighäusern mit einem Anteil von über 40 Prozent besonders hoch, dicht gefolgt von Hessen.

„2025 war für WeberHaus insgesamt ein starkes Geschäftsjahr. Die Nachfrage nach dem Eigenheim ist weiterhin vorhanden“, erklärt Stephan Jager, kaufmännischer Geschäftsführer von WeberHaus. „Gleichzeitig erleben wir, dass Entscheidungsprozesse aufgrund der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten deutlich länger geworden sind. Umso mehr freut es uns, dass wir unsere Marktposition weiter stärken konnten.“

Stephan Jager von WeberHaus

Stephan Jager: „Insgesamt starkes Geschäftsjahr.“ Foto: WeberHaus

Baureihe OPTION erfolgreich

WeberHaus eröffnete im April 2025 drei neue Ausstellungshäuser in der World of Living (wir berichteten). Im Laufe des Jahres wurde die Baureihe um weitere Entwürfe erweitert – zuletzt um eine zweigeschossige Variante mit zweigeschossigem Anbau. Mit den neuen Ausstellungshäusern setzte WeberHaus demzufolge gezielt auf kompakte und nachhaltige Wohnkonzepte.

Die hohe Resonanz spiegele sich auch in einem deutlichen Besucheranstieg der World of Living in Rheinau-Linx wider. Mit der neuen Aktion „WeberHaus Moments 2026“ bringe das Unternehmen erneut attraktive Angebote auf den Markt. Die Aktion umfasst drei Aktionshäuser, sämtliche Entwürfe der Baureihe OPTION sowie Aktionspakete rund um die Haustechnik. Ein weiterer Meilenstein wurde 2025 mit dem Bau des 41.000. Weber-Hauses erreicht. Gemeinsam mit den Bauherren und der Geschäftsführung wurde dieses besondere Ereignis gefeiert.

WeberHaus fertigt Bauteile mit Robotertechnik. Foto: WeberHaus

WeberHaus sieht politischen Handlungsbedarf

WeberHaus sieht trotz erster positiver Entwicklungen weiterhin politischen Handlungsbedarf. Die neue Bundesregierung habe wichtige Signale angekündigt, aber die Erwartungen der Branche nur teilweise erfüllt. Insbesondere bei dem Abbau der Bürokratie („Bau-Turbo“) und bei attraktiven Förderprogrammen bestehe weiterhin Nachholbedarf.

Neben dem klassischen Einfamilienhaus entwickelte sich auch der Umsatzanteil beim Objektbau mit rund 5,3 Prozent, sowie im Ausland mit rund 5 Prozent positiv, heißt es weiter. Beschäftigt werden nach Unternehmensangaben derzeit 1.299 Mitarbeitende inklusive 59 Auszubildende. In Rheinau-Linx arbeiten 920 Personen, weitere 293 gehören zum Standort in Wenden-Hünsborn. Im Außendienst und der World of Living sind 86 Mitarbeitende beschäftigt.

red/Marian Dinger

Siehe auch hier:

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