Food & Lifestyle

„Weinbuddies“ küren Pinot Noir 2014 „S“ vom Bischöflichen Weingut zum charakterstarken Genussmoment

© ewelinka_am_apparat/pixabay – Ein Foto des 2014-Jahrgangs des Pinot Noir war nicht verfügbar. Hier ein Foto des 2022er-Jahrgangs.
Abseits großer Weinbühnen entsteht im Schwarzwald ein Ritual, das mehr ist als eine Verkostung. Zwei selbsternannte „Weinbuddies“ prüfen mit geschultem Blick und feinem Gaumen, was ins Glas – und später ins Ortenau Journal – darf. Nur Tropfen mit Charakter bestehen ihre strengen Maßstäbe. Diesmal im Fokus: ein gereifter Pinot Noir „S“ trocken 2014 von Peter Perabo aus Rüdesheim, der mit komplexem Spiel aus Frucht, Würze und Struktur überzeugt und eindrucksvoll zeigt, was Zeit im Wein bewirken kann.
Zwei Männer am Holztisch

In einem jener Seitentäler des Schwarzwaldes, wo der Morgennebel noch Geschichten kennt und die Tannen so dicht stehen, als wollten sie Geheimnisse bewahren, sitzen zwei Männer an einem Holztisch. Zwischen ihnen: Gläser, Flaschen, ein Korkenzieher mit Patina und die ernsthafte, beinahe feierliche Stille vor dem ersten Schluck. Sie nennen sich augenzwinkernd die „Weinbuddies“ – was nach Stammtisch klingt, aber in Wahrheit ein kleines Ritual ist.

Geprüft, gewogen, geschnuppert

Hier wird nicht einfach getrunken, hier wird geprüft, gewogen, geschnuppert, diskutiert. Ein guter Wein darf reden, ein großer Wein muss singen. Und nur wenn er das tut, wenn er Herz und Gaumen gleichermaßen packt wie ein kräftiger Handschlag nach getaner Arbeit, dann findet er seinen Weg aus diesem Tal hinaus in die Welt – genauer gesagt zu uns ins Ortenau Journal.

Zeit ist kostbar

Was nicht überzeugt, bleibt dort, wo es hingehört: im Glas, im Gespräch, im Vergessen. Denn die beiden sind sich einig: Zeit ist kostbar, Leber auch. Warum also Worte über Mittelmaß verlieren? So erreichen uns in unregelmäßigen Abständen ihre Rezensionen – ehrlich, manchmal poetisch, manchmal rustikal wie eine Vesper auf der Holzbank, aber immer mit Leidenschaft geschrieben. Und genau deshalb veröffentlichen wir sie exklusiv.

Der Pinot Noir „S“

Der Pinot Noir „S“ trocken 2014 von Peter Perabo, Bischöfliches Weingut Rüdesheim, zeigt sich im Glas in einem durchscheinenden Rot mit hellen Reflexen und viel Glanz. Die Farbe wirkt reif und lebendig, ohne Trübung, mit klarer Transparenz.

In der Nase öffnen sich Aromen von Kirschdrops und Rosenblüte, dazu gesellen sich Noten von neuem Leder und getrocknete Heidelbeeren. Das Bouquet ist komplex, ausgewogen zwischen Frucht, floralen Anklängen und dezent würzigen Nuancen.

Leichter Mocca-Hauch

Am Gaumen entfaltet sich ein ganzer Obstkorb: Pfirsich, Kirsche und Holunder stehen im Vordergrund. Ein leichter Mocca-Hauch und buttrige Noten verleihen zusätzliche Tiefe. Die Säure ist nach über zehn Jahren weich und gut eingebunden, das Tanningerüst kräftig und präsent, dabei elegant strukturiert. Salzige Lakritze und Bitterschokolade runden den Körper ab und sorgen für Komplexität.

Der Nachhall ist lang und vielschichtig, wobei sich Frucht, Gewürz und Schokoladennoten harmonisch miteinander verbinden. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,5 %.

Insgesamt zeigt sich der Pinot Noir „S“ 2014 als ausdrucksstarker, gut strukturierter Pinot mit reifer Frucht, präziser Säure und elegantem Tanningerüst – mit Substanz und Balance, der Reife und Komplexität gleichermaßen vermittelt.

Fazit: Dieser Wein hat überzeugt.

Zum Online-Shop des Bischöflichen Weinguts Rüdesheim

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