Victor Nash ist ein französischer Singer-Songwriter mit einer souligen, ausdrucksstarken Stimme, der akustischen Folk, Country-Einflüsse und organische Intensität miteinander verbindet. In einer künstlerischen Linie, die an die rohe Emotion von Künstlern wie Chris Stapleton oder Paolo Nutini erinnert, mit modernen Nuancen im Stil von Matt Schuster und einer erdigeren Energie à la Marcus King oder Rival Sons, entwickelt er ein aufrichtiges und zutiefst menschliches musikalisches Universum.
Zwischen Zweifel und Selbstreflexion
Er schreibt zwar auf Englisch und begleitet sich hauptsächlich mit der Akustikgitarre, doch er kommuniziert mit seinem Publikum auf französisch und teilweise auf deutsch. Seine Songs schöpfen aus persönlichen Erfahrungen und erzählen von Zweifeln, Selbstreflexion und Neuanfängen. Dabei gehe es um jene Wendepunkte, in denen man ins Wanken gerät, bevor man wieder Orientierung, neue Energie und eine klarere Form von Hoffnung findet.

Foto: Victor Nash
Auf der Bühne setzt Victor Nash auf Nähe und Authentizität. Zwischen folkiger Zurückhaltung und souliger Intensität lässt er viel Raum für Stimme und Interpretation, in einer intimen, emotionalen und ehrlichen Atmosphäre (Instagram: Victor Nash).
Erstklassige Bewirtung
Eine solche ehrliche, offene Atmosphäre bietet das afrikanische Restaurant von Christian Semudogo. Das O’Kivu ist mehr als ein Restaurant. Es ist eine „kulinarische Reise durch Ostafrika, eine Einladung, authentische Aromen in einer gemütlichen Atmosphäre zu entdecken.“ Die afrikanische Gastfreundschaft im O´Kivu ist beispiellos. Christian und sein Team heißen jeden herzlich willkommen. Die Bewirtung ist absolut zuverlässig, zuvorkommend und freundlich.
Der Name des O´Kivu lehnt sich an den großen See an, der Ruanda vom Kongo trennt. „Ein geografischer und historischer Kreuzungspunkt, ein Durchgangsort für europäische Entdecker, wie der deutsche Kolonisator von Götzen auf der Suche nach den Nilquellen… aber auch für meine eigene Familie, die vor Kriegen und Völkermord fliehen musste“, schreibt Christian auf seiner Website.

Die ruandische Hauptstadt Kigali. Fotos: pixabay
Belgische Gewaltherrschaft und Völkermord
Er habe diesen See mehrmals überquert: Als Kind sei er ein Zufluchtsort gewesen, eine Grenze, eine Brücke. Er symbolisiere diese tiefe Verbindung zwischen seinen beiden Herkunftsländern — Ruanda und Kongo — und auch mit Frankreich und Deutschland, alle durch die Geschichte mit dieser Region verbunden (Und mit Belgien, Anm. d. Redaktion).
Die belgische Kolonialzeit im Kongo (früher Zaire) und seiner Hauptstadt Kinshasa mit dem damaligen König Leopold II. ging als unheilvolle Gewaltherrschaft in die Kolonialgeschichte ein (Wikipedia: König Leopold II.). Ein US-amerikanischer Journalist schätzte die Zahl der Todesopfer unter belgischer Besatzung auf bis zu zehn Millionen. Ein ebenso einschneidendes Ereignis war der Genozid in Ruanda 1994, dem bis zu 1,1 Millionen Tutsi und gemäßigte Hutu innerhalb von vier Monaten zum Opfer fielen (Wikipedia: Völkermord in Ruanda).
Die Schweiz Afrikas
Der heutige Präsident von Ruanda, Paul Kagame, beendete mit seiner Rebellenarmee das Morden, an dem sich die Armee, die Präsidentengarde und Banden beteiligten. Wer sich weigerte, wurde selbst zum Opfer. Kagame marschierte, von Norden aus kommend, in das hügelige, fruchtbare Land um die Hauptstadt Kigali in Zentralafrika ein und übernahm dort am 4. Juli 1994 die Kontrolle. Heute wird Ruanda als die Schweiz Afrikas bezeichnet und ist ein beliebtes Reiseziel europäischer Globetrotter.

Victor Nash (rechts) im Studio. Foto: Victor Nash
Konzert: Victor Nash – Soul Folk Music aus Strasbourg
Termin: Samstag, 11. April 2026, 20 Uhr
Ort: O’Kivu, Blumenstraße 2, 77694 Kehl
Internet: Reservierungen unter https://okivu-kehl.de/contact
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