Wirtschaft

Volksbank eG – Die Gestalterbank trotzt Krisen und zahlt ihren Mitgliedern erneut vier Prozent Dividende aus

© Magnific / wirestock – Die Mitglieder der Volksbank erhalten eine Dividende von vier Prozent.
Mehr als 10,3 Millionen Euro fließen als Dividende an die Mitglieder der Volksbank eG – Die Gestalterbank. Das Geldinstitut legte bei der Vertreterversammlung die Bilanzsumme und die Zahlen für Jahresüberschuss, Kundeneinlagen und Eigenkapital für das Wirtschaftsjahr 2025 vor. Der Jahresüberschuss stieg deutlich von 22,76 auf 25,19 Millionen Euro. Nach Angaben der Bank gelang dieses Wachstum trotz geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und politischer Umbrüche.
Wirtschaftliche Unsicherheiten

Die Volksbank eG – Die Gestalterbank blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und zahlt seinen Mitgliedern eine Dividende von vier Prozent aus, wie das Institut in einer Pressemitteilung schreibt.  Trotz eines von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und politischen Umbrüchen geprägten Umfelds konnte die Genossenschaftsbank ihre wirtschaftliche Stärke weiter ausbauen, heißt es. So stieg die Bilanzsumme von 13,99 Milliarden Euro in 2024 (wir berichteten) auf nunmehr 14,15 Milliarden Euro.

Bei der Vertreterversammlung am 24. Juni 2026 in der Oberrheinhalle der Messe Offenburg/Ortenau beschlossen demnach die Vertreter:innen unter anderem die Ausschüttung einer Dividende von vier Prozent. Insgesamt werden damit mehr als 10,3 Millionen Euro an die Mitglieder der Bank ausgeschüttet.

Wachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Die vorgezogene Bundestagswahl, der Regierungswechsel in Deutschland, die Diskussionen um die Schuldenbremse, neue internationale Handelskonflikte sowie die zunehmenden geopolitischen Spannungen haben laut dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Müller Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen vor Herausforderungen gestellt.

„Gerade in Zeiten großer Unsicherheit zeigt sich, wie wichtig stabile und verlässliche Partner vor Ort sind. Unsere genossenschaftliche Ausrichtung gibt uns die Möglichkeit, langfristig zu denken und Verantwortung für die Region zu übernehmen. Wir wollen da sein, wo wir gebraucht werden – und das ist der Vorteil einer regionalen Bank: wir sind da, wir sind vor Ort“, wird Müller zitiert.

Der Vorstand des Geldhauses ist zufrieden. Foto: Die Gestalterbank

Steigende Bilanzsumme

Die Bilanzsumme stieg auf 14,15 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,99 Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich demzufolge auf 118,01 Millionen Euro (Vorjahr: 115,21 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss lag mit 25,19 Millionen Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert von 22,76 Millionen Euro.

Die Kundeneinlagen beliefen sich auf 10,07 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,72 Milliarden Euro). Gleichzeitig entwickelte sich die Eigenkapitalbasis der Bank weiter positiv und erhöhte sich auf 1,34 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss stieg auf 188,2 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Mit 131.029 Mitgliedern, mehr als 254.000 Kund:innen sowie 1.203 Mitarbeitenden bleibe die Gestalterbank einer der bedeutendsten Arbeitgeber und Finanzpartner im Geschäftsgebiet.

Ausschüttung von mehr als 10 Millionen Euro

Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat folgend, beschloss die Vertreterversammlung die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 19,2 Millionen Euro. Die Mitglieder erhalten erneut eine Dividende von vier Prozent. Insgesamt werden 10.345.221,72 Euro ausgeschüttet, wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist. Weitere 8,8 Millionen Euro werden den gesetzlichen und anderen Ergebnisrücklagen zugeführt.

Impulse zur wirtschaftlichen Entwicklung

Einen Blick auf die wirtschaftlichen Herausforderungen und Perspektiven der kommenden Jahre habe Gastrednerin Sonja Marten geworfen, die seit Januar 2026 Chefvolkswirtin der DZ BANK ist. In ihrem Vortrag ordnete sie die aktuellen Entwicklungen an den Finanz- und Kapitalmärkten ein und beleuchtete die Auswirkungen geopolitischer Konflikte, internationaler Handelsstreitigkeiten und wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf Deutschland und Europa.

Insbesondere die Politik des amerikanischen Präsidenten stehe hierbei im Fokus. Dabei fand Marten lobende Worte für die Widerstandsfähigkeit des Finanzmarktes und schloss ab mit einer ehrlichen Einschätzung: „Es steht uns ein spannender politischer Herbst bevor.“

red/Wolfgang Huber

Foto: (v.l.n.r.) Daniel Hirt, Irmgard Sachsenmaier, Alexander Müller, Nicolas Mayer

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