Die europäische Raumfahrtorganisation ESA betreibt Weltraumforschung, Satellitentechnologie, Erdbeobachtung und astronautische Raumfahrt und macht so wissenschaftlichen Fortschritt sichtbar. Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding setzen nun der Europa-Park Rust und die ESA ein Zeichen für die Verbindung von Wissenschaft, Bildung und Emotion, wie der Europa-Park in einer Pressemitteilung schreibt.
Ziel sei es, die Faszination der europäischen Raumfahrt auf inspirierende und zugängliche Weise zu vermitteln, insbesondere für Kinder und Familien. Die Zusammenarbeit soll künftig unter anderem in Bildungsangeboten, Events und weiteren Erlebnisformaten sichtbar werden sowie auch im geplanten Weltraumthemenbereich des Europa-Park eine Rolle spielen.
Die ESA mit ihren 23 Mitgliedsländern ist eine zwischenstaatliche Organisation, die 1975 gegründet wurde, mit dem Auftrag, die Entwicklung der europäischen Weltraumkapazitäten zu gestalten und sicherzustellen. Durch die Bündelung der finanziellen und intellektuellen Ressourcen ihrer Mitglieder könne die ESA Programme und Aktivitäten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet demnach insbesondere mit der EU an der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit Eumetsat an der Entwicklung meteorologischer Missionen.

Dr. Rolf Densing (ESA, l.) und Dr. Roland Mack unterzeichnen die Vereinbarung. Foto: Europa-Park
„Sowohl die ESA als auch der Europa-Park stehen für den europäischen Gedanken, Zusammenarbeit über Grenzen hinweg, für Innovation, Qualität und die Überzeugung, dass große Ideen immer dann entstehen, wenn Menschen gemeinsam an einer Vision arbeiten. Die ESA zeigt seit Jahrzehnten eindrucksvoll, wie erfolgreich Europa sein kann, wenn Länder ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam handeln“, wird Europa-Park-Inhaber Roland Mack zitiert.
Ein Auszug aus dem Memorandum of Understanding unterstreiche den gemeinsamen Anspruch beider Partner: „Mit dieser Erklärung beabsichtigen der Europa-Park und die European Space Agency (ESA), ihre Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Wissenskommunikation und Erlebnisgestaltung zu stärken. Ziel ist es, die Faszination der Raumfahrt zu vermitteln, Bildung und Unterhaltung zu verbinden und Besucherinnen und Besuchern jeden Alters ein inspirierendes und einzigartiges Erlebnis mit Mehrwert zu bieten. Gemeinsam wollen wir damit auch die europäische Idee stärken.“
Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, äußerte sich ebenfalls: „Die Stärke Europas zeigt sich darin, Visionen gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen. Die Europäische Weltraumorganisation ESA steht dafür in besonderer Weise – sie verbindet Technologie, Zusammenarbeit und Inspiration über Grenzen hinweg. Der Europa-Park verkörpert diesen Anspruch auf seine eigene Weise: als Ort, an dem Ideen lebendig werden und Menschen zusammenkommen. Was uns verbindet, ist die Überzeugung, dass große Visionen erst dann ihre volle Kraft entfalten, wenn sie Menschen erreichen und berühren.“

Yannick Bury (MdB, CDU) und Dorothee Bär bei einer Achterbahnfahrt. Foto: Europa-Park
Riesiges Potenzial der Raumfahrt
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, betonte der Mitteilung zufolge das riesige Potenzial der Raumfahrt für die Wirtschaft und die Gesellschaft. „Die Partnerschaft zwischen der europäischen Weltraumorganisation ESA und dem Europa-Park wird das der ganzen Gesellschaft, Jung und Alt, spielerisch klar machen. Die Verbindung von Bildung und Unterhaltung, von Wissenschaft und Nervenkitzel ist eine klare Win-Win-Situation.“ Auch soll das Interesse der Kinder an der Raumfahrt und den MINT-Fächern geweckt werden. Künftig würden in diesem Bereich Expert:innen gebraucht werden.
Bereits in der Vergangenheit haben der Europa-Park mit seinen rund sieben Millionen Besuchern jährlich und die ESA, unter anderem im Rahmen der Science Days sowie bei den ESA Open Days, zusammengearbeitet. Die ESA hat 23 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Zypern, Lettland, Litauen und die Slowakei sind assoziierte Mitglieder.
red/wh
Siehe auch hier:
Investition des Europa-Parks: Warum bezahlbarer Wohnraum für Unternehmen am Oberrhein so wichtig ist