Es galt, Abfall als den Rohstoff von morgen zu positionieren. Dafür hatten die Mittelbadischen Entsorgungs- und Recyclingbetriebe (MERB) die Agentur Sichtwechsel mit einer umfassenden Imagekampagne beauftragt. Dabei bewiesen die Acherner einen guten Riecher. Denn die Marken-Spezialisten aus Offenburg räumten unlängst den renommierten German Brand Award in Gold ab. Das ist einer der wichtigsten Branchenpreise für herausragende Markenarbeit. Auch Badenova hatte den Preis für seine Markenstrategie und das Markendesign gewonnen (wir berichteten).
Die Kampagne richtet sich an die Öffentlichkeit, an Fachkräfte und den Nachwuchs. Als eines der größten inhabergeführten Unternehmen der Branche sei MERB eigenen Angaben zufolge täglicher Entsorgungspartner für über 350.000 Haushalte und tausende Betriebe zwischen Rheinebene und Schwarzwald. Mit moderner Infrastruktur und innovativen Technologien verwerte man an fünf Standorten jährlich rund eine Million Tonnen Abfall und macht daraus wertvolle Sekundärrohstoffe, schreibt Sichtwechsel in einer Pressemitteilung.

Foto: Sichtwechsel
Selbst Abfälle, die auf den ersten Blick nicht mehr recycelbar sind, würden so zum Rohstoff von morgen. Denn das sei das Selbstverständnis von MERB: Die Verwirklichung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für eine ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich-nachhaltige Zukunft. In die Umsetzung kamen Plakate, Anzeigenmotive, Social Media-Maßnahmen sowie ein neues Corporate Design (CD), wie Torsten Boschert von Sichtwechsel erläutert. Ziel sei die Markenbildung sowie die Profilierung des Unternehmens als Dienstleister.
„Der Markenrelaunch ist ein Symbol für den Wertstoffkreislauf und zieht sich mit seinen Bausteinen durch die ganze Kommunikation“, so Boschert. Dabei hat Sichtwechsel, die seit drei Jahren für MERB tätig ist, auch die Website neu gestaltet. All das soll dazu beitragen, eine Meinungsveränderung in der Öffentlichkeit zu bewirken: Abfall als Wertstoff, wo jeder etwas beitragen könne. Auch eine Recruiting-Kampagne sei damit verbunden, um Talente zu gewinnen.
Für die Kampagnenziele müssten alle Ressourcen sinnvoll genutzt werden. Dazu gehört nicht nur das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert dessen, was in der hoffentlich richtigen Tonne landet. Ebenso wichtig sei ein neues Bild der Abfallwirtschaft selbst: weg vom schmutzig-grauen Image, hin zu einem attraktiven Zukunftsfeld für engagierte Fachkräfte und talentierten Nachwuchs. Die Markenarbeit von Sichtwechsel gebe diesem Wandel sichtbare Gestalt.

MERB wirbt auch um Fachkräfte. Foto: Sichtwechsel
Und das nicht nur in blitzblanker, aufgeräumter Modernität, sondern auch mit Menschlichkeit und Charme. So werbe man heute um „Mülltitalente“, leistet Überzeugungsarbeit, ohne zu belehren und zeige auf positive Weise, dass jeder etwas tun kann. „Weil Aufklärung, Vertrauen und Arbeitgeberkommunikation aus derselben Markenlogik entwickelt werden, gewinnt ein infrastrukturelles Thema gesellschaftliche Anschlussfähigkeit“, zitiert Sichtwechsel die Jury beim German Brand Award.
Mit der Auszeichnung in Gold habe die inhabergeführte Sichtwechsel Agenturgrößen wie Scholz & Friends auf die Plätze verwiesen. MERB ist in den Landkreisen Ortenau, Rastatt und Baden-Baden mit einer starken Infrastruktur und Standorten in Achern, Renchen, Appenweier, Bietigheim und Lahr vertreten. Zu den Kunden zählen Industrie, Handel, Gewerbe, Privathaushalte und Kommunen.
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