Edeka Südwest wächst weiter stabil. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte der Offenburger Lebensmittelhändler seinen Verbund-Einzelhandelsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum moderat um 2,8 Prozent, auf insgesamt 11 Mrd. Euro. „Das vergangene Jahr wurde geprägt von extremem Wettbewerbsdruck, ausgeprägter Preissensibilität auf Verbraucherseite, aggressiven Preisoffensiven der Discounter sowie einem hohen Aktionsanteil im Einzelhandel“, resümiert Rainer Huber, Sprecher des Vorstands Edeka Südwest. Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
In diesem dynamischen Marktgeschehen die Wettbewerbsfähigkeit der selbstständigen Edeka-Kaufleute zu stärken, stehe für Huber unverändert an erster Stelle. Zugleich sichere das Unternehmen seine Expansionsbestrebungen über Investitionen in die Lebensmittelmärkte sowie immer effizientere Logistikprozesse nachhaltig ab.
Auch neue digitale Einkaufserlebnisse stehen demnach weiterhin weit oben auf der genossenschaftlichen Agenda. Neu ist auch die Partnerschaft mit Payback, Deutschlands größtem Bonusprogramm. Die Kooperation habe sich gleich im ersten Jahr seit dem Startschuss erfolgreich etabliert. Seit Januar 2025 können Edeka-Kundinnen und -Kunden im Rahmen des Bonusprogramms Punkte sammeln und diese über die dazugehörige App oder in Verbindung mit der Edeka App einlösen. Etwa 1,3 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher würden wöchentlich aktiv Payback im Rahmen ihres Einkaufs bei Edeka Südwest nutzen.

Discounter wie Netto setzen Edeka Südwest unter Druck. Foto: WikiImages/pixabay
Zugleich ermöglicht die Partnerschaft den Edeka-Kaufleuten im Südwesten weitere wertvolle Differenzierungsmöglichkeiten im umkämpften Wettbewerb des deutschen Lebensmitteleinzelhandels.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe Edeka Südwest insgesamt 53 neue Einzelhandelsstandorte eröffnet. Zu den Highlights zählte demzufolge hierbei die Eröffnung des E center Kohler in Offenburg Ende Februar 2025. Die Gesamtverkaufsfläche steigerte sich zum Jahresende auf ca. 1,7 Mio. Quadratmeter. Die Expansion mit zukunftsfähigen Märkten erhalte durch das Fachmarktkonzept trinkgut zusätzlichen Rückenwind. Das auf Getränke spezialisierte Format sei innerhalb des Geschäftsgebiets allein 2025 um 12 Märkte gewachsen.
Von den insgesamt 1.123 Märkten innerhalb der Edeka-Regionalgesellschaft seien zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres 1.078 von selbstständigen Edeka-Einzelhändlerinnen und -Einzelhändlern betrieben worden. 2025 übergab Edeka Südwest 15 seitens des Großhandels geführte (Regie-)Märkte in Unternehmerhände und setzte so ihre Privatisierungsoffensive konsequent fort, heißt es weiter.
Im Jahresverlauf hätten erneut infrastrukturelle Maßnahmen im Fokus gestanden. Hier stach demnach insbesondere ein Bauvorhaben und logistisches Großprojekt in Offenburg hervor. In das Offenburger Tiefkühllager des Verbunds seien etwa 60 Mio. Euro geflossen. Das Logistik-Drehkreuz wurde Anfang 2026 in Betrieb genommen und versorgt seither rund 360 Edeka-Märkte im Umkreis des zentralen Unternehmenssitzes.

Die Eröffnung des E-Center Kohler 2025 war ein Höhepunkt bei Edeka Südwest. Foto: Edeka Kohler
Als Großhandelsstufe und Partner des selbstständigen Einzelhandels habe Edeka Südwest darüber hinaus ihre Handelsleistung noch effizienter gestaltet. Dazu öffnete das ebenfalls am Standort Offenburg angesiedelte und kürzlich fertiggestellte Dienstleistungszentrum seine Türen. Bis Ende Dezember 2025 hätten über 600 Mitarbeitende sämtlicher Geschäftsbereiche den hochmodernen Neubau bezogen.
In vielen Edeka-Märkten stehe seit November 2025 der Claim „Von Herzen regional“ symbolisch für die enge Verbundenheit zur Region. Das gelbe Herz bilde flächendeckend die optische Klammer für die Vielzahl regionaler Erzeugnisse in den Edeka-Regalen. „Wir pflegen vielfach langjährige Partnerschaften zu landwirtschaftlichen Betrieben und Lebensmittelproduzenten hier im Südwesten. Das gehört zu unserer unternehmerischen DNA“, betont Rainer Huber.
Die Eigenmarke „Hofglück“ mit regionalen Fleisch- und Wurstwaren mit besonderem Fokus auf das Tierwohl ist mit zwei von zwei möglichen Sternen des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet. Zudem tragen sie die Stufe 4 der Kennzeichnung „Haltungsform“.
red/wh
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