Bei der einen war der Gedanke, die Dorfmitte zu beleben, dem anderen lag mehr die Förderung regionaler Betriebe am Herzen. So entstand 2022 die Idee des Feierabendmarktes durch die Ortenberger Beate Lottermoser und Klaus Lange. Sie suchten sich ein Team und los gings. Nun findet die Veranstaltung in dem Ort am Eingang des Kinzigtals nun bereits zum fünften Mal statt. Und zwar nicht einmalig, sondern jeden Mittwoch um 16.30 Uhr noch bis zum 30. September.
Einer, der von Anfang an dabei war, ist Trutz-Urlich Stephani. Der Marktmeister kümmert sich um die Belegung der Stände und den Auf- und Abbau der Möblierung auf dem Dorfplatz gleich neben dem Rathaus. Stephani sorgt dafür, dass Woche für Woche frische, regionale Produkte von einheimischen Anbietern bei den Ständen angeboten werden. Es gibt Obst, Gemüse, Wurst, Wein, Käse, Backwaren, Kunst und Dekoartikel. Dazu zahlreiche kleine kulinarische Köstlichkeiten und Getränke.
„Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ortenberg läuft ausgezeichnet. Auch Bürgermeisterin Amalia Lindt-Herrmann unterstützt den Feierabendmarkt tatkräftig“, sagt Trutz-Ulrich Stephani. Sie hat die Trägerschaft übernommen, stellt die Infrastruktur und Strom und Wasser zur Verfügung sowie die Möblierung mit Hunderten von Festgarnituren. Der Feierabendmarkt soll ein Ort der Begegnung sein, ein Ort zum Innehalten, Feiern und um gemeinsam Zeit zu verbringen. After Work heißt das Zauberwort. Doch wer sich auf dem Festplatz umschaut, sieht auch viele ältere Ortenberger, die zum Teil direkt aus der nahegelegenen Altenpflegeeinrichtung herüber kommen und sich über die Abwechslung im Alltag freuen.

Die Bürgermeisterin von Ortenberg, Amalia Lindt-Herrmann. Foto: Gemeinde Ortenberg
Die ersten Ausgaben des Feierabendmarktes haben bereits stattgefunden. Stephani zieht ein positives Zwischenfazit. Es sei alles gut verlaufen, doch er schränkt ein: „Dieses Jahr merkt man schon, dass der Geldbeutel bei vielen knapper geworden ist.“ Die Besucher würden weniger Geld ausgeben, als die Jahre zuvor. Abhängig sind die Veranstalter natürlich auch vom Wetter. Bereits zweimal musste man in die Schlossberghalle ausweichen.
Umrahmt wird das Event stets von musikalischer Begleitung. Es gab schon einen italienischen Erlebnisabend mit Nino del Garda und Isabella la Fortuna, im Juli soll ein Jumelage Erlebnis-Abend mit Linus Colorado folgen sowie im August und September eine spanischer und deutscher mit Apostolos Naumis bzw. „Hans und seine Oldies“.
Doch auch sonst kann sich das Begleitprogramm sehen lassen. Im Mai trat beispielsweise das „Prestel-Swing-Trio“ auf. Auch das „Buddy & Doc Trio“ war schon dabei. Weitere Auftritte sind von „The Love Family“ (1. Juli), „The Trains“ (22. Juli), Peter Rusmich (19. August) oder „Beat Men“ (9. September) geplant, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Palette reicht von Volksmusik und Folk, über Pop, Country, Blues & Rock, Schlager sowie Blasmusik und Dixie. Das kostet zwar keinen Eintritt, doch die Musiker und Künstler freuen sich über einen kleinen Obulus, wenn der Hut um geht.
Im nächsten Jahr soll es weitergehen. Es gibt laut Trutz-Ulrich Stephani jedes Jahr Neuerungen. „Dafür ist Koordinator Klaus Lange verantwortlich.“ Da darf man gespannt sein. Doch zunächst steht die heutige Ausgabe auf der Agenda. Für Unterhaltung sorgt dabei das „Akustik Duo Chillout“ ab 16.30 Uhr.
Foto: (v.l.n.r.) Zum Organisationsteam gehören neben Stephani auch Harald Wöhrle (Facility Manager), Sylvia Schofield (Buchung + Werbung), der Koordinator Klaus Lange und Katrin Wagener (Buchung).
Die Veranstaltungsreihe läuft noch bis zum 30. September. Der Umstand, dass Bürgerinnen und Bürger einer kleinen Gemeinde ein Event organisieren und mit Leben füllen, einen Ort schaffen, an dem man sich begegnen, reden, zuhören, feiern und einfach Zeit nach Feierabend verbringen kann, laufen im Ortenau Journal unter „Good News“.
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