Polit-Splitter

CDU, Grüne, AfD, BSW & FDP: Die wichtigsten politischen Entwicklungen in der Ortenau im Polit-Splitter

Joachim Tabler
© BSW Baden-Württemberg – Der BSW-Spitzenkandidat Joachim Tabler kommt am Samstag nach Offenburg.
Politik in der Ortenau – kompakt, live und manchmal auch mit Hopfen und Pferdestärken: In unseren „Polit-Splittern Ortenau“ bündeln wir aktuelle Themen aus dem Landtagswahlkampf, diesmal von Grünen, CDU, FDP und AfD. Von der Zukunft der Landwirtschaft mit Maren Seifert über den CDU-Antrag zu Saisonkräften bis zu Millionenförderungen für Kliniken, Bierverkostungen mit der FDP und Debatten über Social Media bei Jugendlichen: Hier erfahrt ihr, wer sich wofür einsetzt – direkt und praxisnah.
Das Format Polit-Splitter

Da uns laufend Presseinformationen von Politikern und Parteien aus der Ortenau erreichen und wir nicht jedes Thema behandeln können, haben wir das Format „Polit-Splitter Ortenau“ ins Leben gerufen. Hier fassen wir kompakt die politischen Entwicklungen und Aktivitäten der Parteien zusammen. So habt ihr jederzeit einen guten Überblick, wer sich zu welchen Themen wie verhält und könnt euch ein Bild davon machen, wofür sich die hiesigen Mandatsträger einsetzen.

Die Zukunft der Landwirtschaft

Beim Info- und Diskussionsabend im evangelischen Gemeindesaal in Neuried drehte sich alles um die Zukunft der Landwirtschaft – und die Frage, ob sich Arbeiten auf dem Land noch lohnt. Eingeladen hatten der Grünen-Abgeordnete Thomas Marwein und die Kandidatin im Wahlkreis Offenburg, Maren Seifert. Gesprächspartnerin war Martina Braun. Vor rund 35 Gästen sprach Braun über Strukturwandel, Tierhaltungskennzeichnung, Agrardiesel und Mercosur.

Gespräch zwischen Politik und Praxis

Als Biobäuerin brachte sie Praxisbeispiele ein – Politik zum Anfassen statt nur zum Beschließen. Einig war man sich: mehr Tierwohl braucht Förderung und Planungssicherheit. Kritisch sah Braun steigende Lohnkosten bei gleichzeitig mageren Erlösen. Seifert warnte vor Flächenverbrauch, der Betrieben buchstäblich den Boden entzieht. Fazit: Viel Gesprächsbedarf, aber immerhin reden Politik und Praxis noch miteinander – was ja heute schon fast revolutionär wirkt.

Maren Seifert und Martin Braun in Offenburg. Foto: Grüne Ortenau

Antrag der CDU Südbaden beschlossen

Der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart hat einen Antrag der CDU Südbaden zur Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft beschlossen – mit deutlicher Mehrheit und politischem Signal an die Höfe. Das teilt der Pressesprecher der CDU Südbaden, Daniel Sander, mit. Kernpunkt: Für Saisonkräfte sollen Abweichungen vom gesetzlichen Mindestlohn möglich sein, um Betriebe im internationalen Wettbewerb zu entlasten.

„Idee rechtlich durchboxen“

Der Europaabgeordnete Andreas Schwab verwies auf den enormen Kostendruck während kurzer Erntephasen, in denen Saisonarbeit eben kein Nine-to-five-Job sei. Der Offenburger Bundestagsabgeordnete Johannes Rothenberger sieht darin ein klares Signal an die Landwirtschaft – nun müsse man die Idee auch rechtlich durchboxen. Die CDU betont: Es gehe um Balance zwischen fairen Löhnen und wirtschaftlicher Realität. Oder anders gesagt: gute Lebensmittel sollen bezahlbar bleiben – auch wenn die Rechnung politisch noch offen ist.

Bürgergespräch mit Rösch und Blos

Die AfD veranstaltet am 27. Februar ab 19 Uhr ein Bürgergespräch mit ihrem Direktkandidaten im Wahlkreis 50, dem Lahrer Stadtrat Benjamin Rösch und dem AfD-Wahlkreisabgeordneten im Bundestag, Dr. Michael Blos, in der Stadthalle in Haslach im Kinzigtal. Das teilt die AfD Ortenau mit. Der Kandidat und Ortenauer Kreissprecher der AfD, Benjamin Rösch, freut sich auf das Bürgergespräch: „Die Resonanz im Kinzigtal auf unser politisches Angebot wird immer besser. Die Menschen merken, dass wir für eine vernünftige, bürgerliche Politik stehen und nicht das sind, was die anderen Parteien und manche Medien über uns behaupten. Am Freitag können sie uns ganz direkt ihre Fragen zur Landtagswahl am 8. März stellen.“

Michael Blos

Dr. Michael Blos (AfD) kommt zum Bürgergespräch nach Haslach i.K. Foto: Michael Blos

Zehn Millionen für Epilepsiezentrum

Das Land Baden-Württemberg greift dem Epilepsiezentrum Kehl-Kork mit knapp zehn Millionen Euro unter die Arme – Teil des Krankenhausbauprogramms 2026 zur Modernisierung der Kliniklandschaft. Grünen-Landtagsabgeordneter Bernd Mettenleiter spricht von einem starken Signal für die weithin anerkannte Spezialeinrichtung in Kehl. CDU-Kollege Willi Stächele betont, Krankenhäuser seien das Rückgrat des Gesundheitssystems – Investitionsförderung müsse daher eine „sichere Bank“ bleiben.

Eine Milliarde für Kliniken

Insgesamt umfasst das Programm 248 Millionen Euro für 14 Bauprojekte und sechs Planungen. Im Doppelhaushalt 2025/26 fließen über eine Milliarde Euro in Kliniken. Kurz gesagt: viel Geld für moderne Medizin – und ein seltener Moment, in dem sich Regierung und Opposition beim Thema Gesundheit erstaunlich einig zeigen.

Genau hingehört

Beim Austausch mit Jugendlichen des Jugendmusikwerk Baden in Friesenheim hörte Grünen-Landtagsabgeordnete und Staatssekretärin Sandra Boser genau hin: Themen waren Rechtsextremismus-Aufklärung, Social-Media-Nutzung und bezahlbares Wohnen. Boser plädierte für mehr politische Bildung an Schulen und zeigte sich offen für ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – flankiert von stärkerer Aufklärung der Eltern und besserer KI-Faktenkontrolle auf Plattformen.

Sandra Boser sprach mit Jungmusiker:innen. Foto: Grüne Ortenau

Viele Fragen an Sandra Boser

Beim Wohnen verwies sie auf Programme wie „Junges Wohnen“ und eine verlängerte Mietpreisbremse. Organisiert wurde der Dialog vom Jugendmusikwerk um Vorsitzenden Marco-Sharif Khan. Fazit: Politik im Proberaum statt im Plenarsaal – und erstaunlich viele ernsthafte Fragen zwischen Beats, Engagement und Zukunftssorgen.

BSW fährt ihren Spitzenkandidaten auf

Am Samstag, den 28. Februar, zeigt der Spitzenkandidat des Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (BSW), Joachim Tabler Präsenz in Offenburg: Am BSW-Pavillon auf dem Lindenplatz steht er von 9 bis 11 Uhr für persönliche Gespräche bereit, begleitet von den Wahlkreiskandidaten Dr. Bernhard Falk in Kehl/Oberkirch sowie Rainer Büttner und Peter Riedlinger (beide Freiburg).

Gelegenheit für Gespräche

Auch die BSW-Kandidaten sind seit vier Monaten unermüdlich im Wahlkampf unterwegs, um ihre Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit im Landtag hörbar machen zu können. Für Offenburger Bürger:innen bietet sich so die Gelegenheit, Politik hautnah zu erleben – ganz ohne Filter und Live-Streams, dafür mit Pavillon-Charme und Handschlag-Politik.

FDP bleibt in Bewegung

Immer in Bewegung bleiben, sagt sich der Der FDP-Kreisverband Ortenau und lädt am 1. März zu einem politisch-geselligen Tagesprogramm mit Generalsekretärin Judith Skudelny und den örtlichen Landtagskandidaten ein. Stationen sind der Paulshof in Renchen mit Voltigier-„Movie-Tag“ samt Siegerehrung und Grußwort, Einblicke ins Ehrenamt inklusive.

Judith Skudelny

Die FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny kommt in den Wahlkreis Kehl. Foto: Stella von Saldern

Bierverkostung bei Bauhöfer

Danach geht es auf Wanderung Richtung Renchen-Ulm zur Familienbrauerei Bauhöfer – Führung und Bierverkostung als politisches Pflichtprogramm der lockeren Art. Abschluss ist im Jägerstüble in Oberkirch-Haslach geplant. Im Fokus stehen Ehrenamt, regionale Wirtschaft und persönliche Gespräche. Kurz: Politik zum Anfassen – mit Pferdesport, Hopfen und Wanderstiefeln statt nur Reden am Stehpult. Ob das alles reicht, um die Fünfprozenthürde zu überspringen, bleibt abzuwarten. Zuletzt hatten die Liberalen ja in den Umfragen etwas aufgeholt.

red/wh

(Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von ChatGPT erstellt.)

Siehe auch hier:

Warum ein Schuss auf den Hornisgrinde-Wolf für Grüne, CDU und AfD im Wahlkampf nach hinten losgehen kann

Polit-Splitter: Verkehrsminister Hermann vor Ort, Bury bei der Lebenshilfe und Bürgergespräche von AfD und Linke

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